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Fußball
„Die Sandmänner“ sind hellwach

BEXBACH. Aktuelle und ehemalige Spieler des VfL Primstal gewannen am Wochenende die Landesmeisterschaften im Beachfußball in Bexbach. Von Stefan Holzhauser

Das Team „Die Sandmänner“ hat am Samstag im Bexbacher Freibad seinen Titel bei den Beach-Soccer-Saarlandmeisterschaften des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) verteidigt. Die aus aktuellen und ehemaligen Spielern des VfL Primstal bestehende Mannschaft konnte sich im Finale deutlich mit 5:1 gegen „Extase Hartfuß“ durchsetzen. Den einzigen Gegentreffer gab es durch einen vom bisherigen Spielertrainer der SG Hassel, Jens Albrecht, verwandelten Neun-Meter zum zwischenzeitlichen 1:3. Steffen Lenhardt hatte per Fallrückzieher für das 1:0 gesorgt. Tobias Scherer, Kevin Appleby, Christopher Simon und Jonas Caryot sorgten letztlich für den 5:1-Kantersieg.


„Im ersten Spiel hatten wir gegen sie nach einem 0:2-Rückstand noch 2:2 gespielt. Von daher war der Sieg im Finale in dieser Höhe schon etwas überraschend“, meinte Scherer. „Die Sandmänner“ haben sich durch diesen Erfolg für die Südwestmeisterschaften qualifiziert. Da am gleichen Wochenende allerdings die Saarlandliga-Saison für den VfL Primstal startet, ist es noch offen, ob man überhaupt antreten kann.

Da die Mannschaften „As Tralkörper“ und „Team Sdrija“ nicht antraten, entschieden sich die Verantwortlichen des SFV dazu, im Modus Jeder gegen jeden spielen zu lassen. „Die Sandmänner“ mussten verletzungsbedingt auf Nils Kuckel verzichten, so dass Lenhardt kurzfristig in die Bresche sprang. Nach dem 2:2 gegen „Extase Hartfuß“ gab es für den Titelverteidiger einen 2:1-Erfolg gegen „Die Duddler“. Es folgte schließlich im letzten Vorrunden-Spiel noch ein 8:0-Kantersieg gegen den VfR Frankenholz.



Beim unterlegenen Finalgegner „Extase Hartfuß“ hielt sich trotz der abschließenden Niederlage die Enttäuschung in Grenzen. „Dafür, dass wir jetzt seit zweieinhalb Jahren kein Beach-Soccer mehr gespielt hatten, sind wir schon zufrieden. Natürlich hätten wir auch gerne das Finale gewonnen, aber unser Gegner hat verdient gesiegt“, gab Albrecht zu Protokoll. Man sei bereits seit 15 Jahren beim Spiel im heißen Sand dabei und seinerzeit im Saarbrücker Raum entstanden.

Der dritte Platz ging vor dem VfR Frankenholz an die „Die Duddler“. „Wir kommen hauptsächlich aus dem Warndt. Ich selbst bin inaktiv, aber wir haben auch aktive Fußballer mit dabei. Im Vordergrund steht aber stets der Spaß“, betonte Spieler Justus Scholz. Das Wort „Duddler“ sei ursprünglich von dem Wort Dribbeln abgeleitet. „Wenn man duddelt, verstolpert man den Ball, kommt aber trotzdem am Gegner vorbei“, sagte Scholz.

Für den SFV war Heinz Bähr vor Ort. „Es ist schade, dass zwei Mannschaften unentschuldigt nicht erschienen sind. Da kein Ansager vor Ort war, haben wir über die Schiedsrichter selbst die Musik gemacht – improvisiert geht ja auch“, sagte Bähr. Die Anlage in Bexbach sei klasse, aber wegen des Gestrüpps hinter dem Zaun zum Nachbargrundstück hin seien teilweise die Spielbälle nicht mehr auffindbar gewesen. Der Sieger erhielt den Meisterteller und 100 Euro. Der Zweite freute sich über 75 und der Dritte über 50 Euro. „Leider sitzen wir hier getränketechnisch auf dem Trockenen, da die Kneipe vom Schwimmbad nicht geöffnet ist“, berichtete Bähr.