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Die neue Drehleiter ist da

Mit einer offiziellen Übergabe und vor den angetretenen Feuerwehrleuten des Löschbezirks Homburg-Mitte wurde gestern beim Tag der offenen Tür an der Feuerwache 1 am Erbacher Hochrech das neue Drehleiter-Fahrzeug in Dienst gestellt. Foto: Thorsten Wolf
Mit einer offiziellen Übergabe und vor den angetretenen Feuerwehrleuten des Löschbezirks Homburg-Mitte wurde gestern beim Tag der offenen Tür an der Feuerwache 1 am Erbacher Hochrech das neue Drehleiter-Fahrzeug in Dienst gestellt. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Eine Drehleiter ist dem Gesetz nach ein Muss für eine Stadt wie Homburg. Und jetzt gibt es hier auch wieder eine, nachdem die alte weggefallen ist. Gestern wurde die neue präsentiert. Thorsten Wolf

Einen solchen Tag wie gestern erlebt man als Feuerwehrmann nicht oft: Mit der offiziellen Übergabe eines Drehleiterfahrzeugs, immerhin eine Investition von 580 000 Euro, kann der Löschbezirk Homburg-Mitte nun wieder auf genau den Fuhrpark zurückgreifen, den die Gesetzeslage für ein Einsatzgebiet wie Homburg vorsieht. Zur Erinnerung: Das Vorgängerfahrzeug, eine rund 25 Jahre alte Drehleiter, war technisch nicht mehr im vollen Umfang nutzbar.


So musste man in Homburg auf das Fahrzeug der Werksfeuerwehr von Bosch oder denen umliegender Gemeinde zurückgreifen. Das ist nun vorbei - und dementsprechend gut gelaunt zeigte sich Alexander von Büren, Löschbezirksführer von Homburg-Mitte, anlässlich der offiziellen Indienststellung des neuen Fahrzeug als Teil des Tages der offenen Tür an der Feuerwache 1 am Erbacher Hochrech. "Die Freude ist riesig. Die alte Drehleiter war gut und hat in den vergangenen 25 Jahren ihren Dienst geleistet. Aber nachdem die Ausfälle sich nun gehäuft hatten und auch der Rettungskorb nicht mehr genutzt werden konnte, war ein Ersatz nötig." Bei diesem Ersatz handele es sich, so verdeutlichte von Büren, um ein neues Fahrzeug, das aber nicht speziell für die Homburger Feuerwehr gebaut worden sei, sondern fertig beim Hersteller gestanden habe. Dies habe eine schnelle Beschaffung möglich gemacht. Von Büren machte klar, dass ein solches Drehleiterfahrzeug für eine Stadt wie Homburg gesetzlich vorgeschrieben sei - aufgrund der baulichen Infrastruktur der Stadt. "Eine gewisse Bauhöhe kann man noch mit einer normalen Leiter erreichen. Sobald man aber, wie hier in Homburg , größere Gebäude im Einsatzgebiet hat, dann muss eine Stadt ein solche Fahrzeug vorhalten - sonst darf nicht höher gebaut werden. Damit ist diese Drehleiter ein Muss." Wenig später, bei der offiziellen Übergabe des Fahrzeugs an den Löschbezirk Homburg-Mitte machte von Büren den Gästen noch etwas anderes bewusst: "Dieses Fahrzeug dient zu Ihrem Schutz. Deswegen gehört dieses Fahrzeug nicht der Feuerwehr, nicht der Politik, sondern den Bürgern. Sie können sich auf dieses Gerät und die Feuerwehr verlassen." Die neue Drehleiter sorge dafür, dass man mit einer Leiterlänge von 30 Metern fast alle Gebäude mit nur einem Rettungsweg erreichen könne.

Nachdem die Pfarrer Wilfried Bohn und Pirmin Weber das neue Fahrzeug gesegnet hatten, übergab Manfred Rippel in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins und Moderator der Indienststellung das Mikrofon an Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind . Dieser betonte die große Bedeutung der Ersatzbeschaffung, "das war eine wichtige und richtige Investition." Zu den Feuerwehrleuten des Löschbezirks Homburg-Mitte sagte er: "Das Ehrenamt der Feuerwehr ist etwas ganz besonderes. Damit will ich andere Ehrenämter bei Sport- und Kulturvereinen nicht kleinreden." Feuerwehrleute aber, so Schneidewind, müssten im schlimmsten Fall die eigene Gesundheit oder gar das eigene Leben gefährden. "Menschen, die sich so engagieren, die brauchen ordentliches Material. Und wenn dieses Material lebensnotwendig ist für die Einsätze, dann ist klar, dass die Kreis- und Universitätsstadt, bei allen Haushaltsproblemen, sich eine solche Investition leisten muss."



Zum Thema:

Auf einen Blick Neben einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm, einer Fahrzeugschau, Mitmachangeboten und jeder Menge für Gaumen und Kehle lieferte der Tag der offenen Tür des Löschbezirks Homburg-Mitte auch Informationen zum Einsatz von Rauchmeldern in privaten Haushalten. Diese sind ab dem 1. Januar 2017 auch in älteren Gebäuden und Wohnungen Pflicht, für Neubauten gilt das schon seit einigen Jahren. Gestern nun konnten sich Interessierte darüber informieren, was ab dem kommenden Jahr gefordert ist und welche Konsequenzen es haben kann, wenn man dieser Pflicht nicht nachkommt. thw