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Standesamt
Sofia und Paul sind die Sieger der Hitparade

 Zu Beginn des neuen Jahres hat das Standesamt Homburg die „Hitparade“ der Vornamen des vergangenen Jahres veröffentlicht, 
Zu Beginn des neuen Jahres hat das Standesamt Homburg die „Hitparade“ der Vornamen des vergangenen Jahres veröffentlicht,  FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Alljährlich ermittelt das Standesamt, welche Vornamen für Neugeborene im Vorjahr am beliebtesten waren. Von Thorsten Wolf

Auch Vornamen sind Moden unterworfen und spiegeln den Zeitgeist wider,  das zeigt alljährlich die „Hitparade“ der beliebtesten Vornamen des vergangenen Jahres, die das Standesamt veröffentlicht. Bei den beliebtesten männlichen Vornamen im abgelaufenen Jahr in Homburg waren die „Sieger“ die Namen Elias und Paul, die jeweils 27 Mal vergeben wurden.


Auf den Plätzen zwei und drei folgten Ben, Finn/Fynn und Louis/Luis (je 20 Mal) sowie Henry/Henri (19 Mal). In die Rangliste schafften es auf vordere Plätze auch Noah, Alexander, Emil, Jonas, Lukas/Lucas, David und Leon. Für Adam, Adel, Aiden, Aram, Arian, Aron, Chris und Collin entschieden sich die Eltern je zweimal.

Zwischen ganz vorne und ganz hinten in der Hitparade der Vornamen bei den Jungen gibt es Modernes und Klassisches: Maximilian, Felix, Hannes, Leo, Liam und Niklas finden sich hier genauso wie Luke, Jannis, Noel und auch Lias.



Bei den beliebtesten weiblichen Vornamen 2018 wurde „Spitzenreiterin“ der Name Sophie/Sophia/Sofia. Der wurde in seinen Variationen immerhin 54 Mal vergeben. Auf Platz Zwei folgt mit Marie/Maria (51 Mal) ein echter Klassiker.

Den dritten Platz sicherte sich der Name Mia, der 20 mal vergeben wurden. Gute Platzierungen gab es auch für Emilia (19 Mal), Ella (18 Mal ) sowie Anna, Lea/Leah (mit je 16 Mal). Weitere beliebte Vornamen im vergangenen Jahr waren bei den Mädchen auch Leni, Lena, Emma, Johanna, Charlotte, Ida und auch Greta, Helena, Pauline und Frieda. Nicht so ganz gefragt waren Namen wie Aileen, Alba, Alea, Anastasia, Annika, Antonia, Cataleya, Clea und Cosima, die jeweils nur zweimal im Jahr 2018 standesamtlich beurkundet wurden.

1124 Eltern genügte für ihr Kind ein Vorname, 655 hielten zwei Vornamen für angebracht. Drei Vornamen erhielten 49 Kinder, zehn Eltern gaben ihrem Sprössling vier oder sogar mehr Vornamen, bei insgesamt 1838 Geburten im Jahr 2018. Wie schon seit Jahren, werden die vom Standesamt Homburg zusammengetragenen und ausgewerteten Daten der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden mitgeteilt, um dort in die Gesamtauswertung für die Bundesrepublik Deutschland einzufließen.

Zur Vornamensgebung gibt es, darauf weist das Standesamt in seinem Jahresrückblick ausdrücklich hin, einige grundsätzliche Regeln, die die Eltern vorab wissen sollten. „Der Vorname eines Kindes soll das Geschlecht zweifelsfrei erkennen lassen, was nicht zuletzt dem Kinde zugute kommen wird“, so das Amt in seiner Pressemitteilung. Und: Bei Namen, die sowohl dem männlichen als auch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden, ist sei empfehlenswert, einen weiteren, das Geschlecht eindeutig bestimmenden Vornamen zu verwenden. Außerdem dürften trotz eines vorhandenen, aber nicht schrankenlosen „Vornamenserfindungsrechtes“ der Eltern Begriffe nicht als Vorname verwendet werden, die bereits anderweitig belegt oder aber auch anstößig oder lächerlich seien. „Des Weiteren scheiden Familiennamen als Vornamen grundsätzlich aus. Unzulässig ist es auch, Geschwistern denselben Vornamen als einzigen Vornamen beizulegen.“

Für diejenigen, die aktuell oder perspektivisch einen Namen für den Nachwuch suchen, hat man im Homburger Rathaus einen Tipp: Wer im Zweifel ist, ob der für sein Kind vorgesehene Vorname auch in Personenstandsregister eintragungsfähig sei, sollte sich möglichst frühzeitig durch einen Anruf oder, was noch besser ist, mit einer persönlichen Vorsprache bei seinem Standesamt Klarheit verschaffen. „Die Mitarbeiter des Standesamts Homburg sind gerne bereit, in der hier vorhandenen Fachliteratur und Rechtsprechung nachzuschlagen, um Zweifel auszuschließen und damit späteren Enttäuschungen vorzubeugen.“ Könne ein Vorname auch dann nicht gefunden werden, sind als letzte Möglichkeit eine gebührenpflichtige Nachfrage bei der Universität Leipzig, Philologische Fakultät, Vornamensberatungsstelle oder, bei Vornamen afrikanischer Herkunft, bei der Universität Hamburg möglich.