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Handball
TV Homburg will gegen HF Illtal siegen

Der TV Homburg, hier Niklas Eberhard im Spiel gegen Budenheim, will wieder punkten.
Der TV Homburg, hier Niklas Eberhard im Spiel gegen Budenheim, will wieder punkten. FOTO: Klos Horst / Horst Klos
Homburg/Eppelborn. Kuriose Situation vorm Handball-Saar-Derby gegen Illtal: Teamkollegen aus A-Jugend der HF Illtal treffen aufeinander. Von Lucas Jost

Der TV Homburg hat sein Soll erfüllt und Ex-Spielgemeinschafts-Partner HWE Erbach/Waldmohr am Dienstag mit 37:24 aus dem Saarlandpokal geworfen. Für die Handballfreunde Illtal ging die Berg- und Talfahrt in der Handball-Oberliga indes weiter. Am Mittwoch kassierten sie auswärts bei den VTV Mundenheim mit 23:25 schon die dritte Niederlage im sechsten Saisonspiel. Im Saar-Derby, zu dem die Handballfreunde den TV Homburg am Sonntag um 18 Uhr in der Hellberghalle empfangen, soll die Bilanz wieder ins Positive gerückt werden. „Ich denke, es wird mal wieder Zeit, zu gewinnen“, flachst der linke Rückraum Philipp Kockler. „Gerade gegen Homburg ist das immer etwas Besonderes.“ Besonders auch deswegen, weil Kockler, Tom Ihl und Muhamet Durmishi in der A-Jugend der HF Illtal zusammen spielen. Nur während Kockler und Ihl in der Aktiven-Oberliga für Illtal auflaufen, spielt „Meti“, wie der 17-Jährige Erbacher genannt wird, beim TV Homburg. „Das ist schon mal was anders und ganz interessant. Ich bin da schon ein bisschen mehr motiviert“, sagt Kockler. Rückraumspieler Durmishi tritt ähnlich an das heiß ersehnte Duell heran: „Ich bin gespannt mal in der Oberliga gegen sie zu spielen. Es motiviert mich, gegen den eigenen Trainer zu zeigen, was man alles kann. Das wird zusätzlichen Schwung auslösen“, freut er sich auf das Wiedersehen mit Steffen Ecker, der sowohl Illtals A-Jugend als auch die erste Mannschaft trainiert. Und da haben die Gäste einen Vorteil. Michael Mathieu und Philipp Daume haben schon unter Ecker bei den Zebras gespielt. „Meti“ kennt das Spielsystem aus der Jugend. „Taktisch können wir uns gut einstellen. In der A-Jugend spielen wir fast genauso wie die erste Mannschaft. Vom Spielsystem wird’s da keine Überraschungen geben“, verrät der Homburger „Spion“.


„Sie haben eine perfekte Mischung aus erfahrenen und sehr jungen Spielern. Sie spielen sehr, sehr guten Tempohandball. Mit Einläufern zwingen sie Abwehr nach hinten zu gehen. Und dann kommen die Rückraumschützen um Christoph Holz und Marcel Becker und machen gnadenlos Tore.“

Die Tore müssen die Zebra-Schützen erstmal machen. In Mundenheim hat das nicht geklappt wie gewünscht. „Wir sollten auf jeden Fall unsere Torchancen reinmachen. Da haben wir kleine Struddelfehler gemacht, waren bisschen unkonzentriert. Und wir waren nicht immer schnell genug in der Abwehr und haben Gegenstöße gefangen“, musste Kockler nach der Pleite zugeben.



Der 18 Jahre alte linke Rückraum glaubt aber weiter an den Derby-Sieg. „Wir haben uns als Ziel gesetzt, zu Hause keine Punkte abzugeben. Das ist immer noch möglich. Ich hoffe mal, dass die Halle voll sein wird. Da freue ich mich richtig drauf.“ A-Jugend-Kollege Durmishi gesteht: „Wir wollen uns teuer verkaufen, aber Punkte rechne ich mir nicht aus. Ich sage nicht: Wir sind letzter und Illtal war Vize-Meister, wir haben keine Chance. Wir haben Respekt vor einer guten Mannschaft, aber keine Angst.“ Und da tut Homburg gut daran.

Was im Derby zwischen Außenseiter und Favorit passieren kann, hat die Oberliga-Saison bereits gezeigt. Am 23. September, als Illtal völlig überraschend mit dem 24:26 bei der HSG Völklingen eins auf die Mütze bekam.