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Oberstufen-Gymnasium Paul-Weber-Schule
Der Weg in einen neuen Lebensabschnitt

Für die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgang 2018 des Oberstufen-Gymnasiums der Paul-Weber-Schule in Homburg hieß es am vergangenen Samstag: Abschied nehmen und sich aufmachen in einen neuen Lebensabschnitt.
Für die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgang 2018 des Oberstufen-Gymnasiums der Paul-Weber-Schule in Homburg hieß es am vergangenen Samstag: Abschied nehmen und sich aufmachen in einen neuen Lebensabschnitt. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. 36 Absolventen des Jahrgangs 2018 des Oberstufen-Gymnasiums der Paul-Weber-Schule feierten im Saalbau ihr bestandenes Abitur.

Müsste man die Abschlussfeier des Oberstufen-Gymnasiums der Homburger Paul-Weber-Schule im Saalbau in nur wenigen Zeilen schildern, dann könnte man den Samstagabend wohl am besten so zusammen fassen: Mit Jana Ostermayer und Flora-Marie Stelzer, zwei schicke „Ladies in Red“, als Moderatorinnen, ein wie immer spitzzüngiger, weil fastnachtserfahrener Ansgar Hoffmann als unartiger „Chorknabe“, mit Christoph Ludwig ein stellvertretender Schulleiter in wissenschaftlichen Gefilden und mit Larissa Cammarata eine, die in Sachen Schülerrede nicht auf den Mund gefallen war. Und so beginnt die Geschichte der insgesamt 36 erfolgreichen Absolventen des Jahrgangs 2018 des Oberstufen-Gymnasiums mit dem Einmarsch der frisch gebackenen Abiturientinnen und Abiturienten. Und wer sich gefragt hatte, warum das Orgateam in der Mitte des großen Saales so viel Platz gelassen hatte, der erfuhr nun, warum : Nach dem Einmarsch legten die jungen Frauen und Männer klassisch eine Sohle aufs Parkett.


Danach gehört die Bühne dem Lehrerchor, einer nicht wirklich ernst gemeinten Formation, stimmlich angeführt von Ansgar Hoffmann, Religionslehrer am Oberstufen-Gymnasium und in seiner Nicht-Lehrer-Zeit vielen Homburgern besser bekannt als Büttenredner „Till“. Noch bevor Hoffmann, mehr oder minder kräftig unterstützt von seinen Kolleginnen und Kollegen, sanghaft erklärte, warum Lehrer tatsächlich Schweine seien, gab‘s schon mal den ersten und zweiten scherzhaften Seitenhieb in Richtung der Absolventen. „Während ihr getanzt habt, ist uns klar geworden, warum ihr dafür so lange geübt habt. Ihr habt ja länger fürs Tanzen geübt als fürs Abi.“

Da hatte Hoffmann schon mal die ersten Lacher auf seiner Seite. „Bei uns war’s so ähnlich. Wir haben ungefähr so viel für die Lieder geübt, wie ihr fürs Abi. Deswegen kann‘s ja nur funktionieren.“ Nach dieser Einschätzung blieb es nun jedem offen, den folgenden Gesang und die Abiturleistungen in eine entsprechende Gleichung zu setzen. Auf jeden Fall: Mit der textlichen Umarbeitung des Ärzte-Klassikers „Männer sind Schweine“, entlehnt aus den motto-gebenden 1990ern, rückte der Lehrerchor einiges in Sachen Sichtweise auf Pauker zurecht. Als die Lehrerformation dann in einem zweiten Lied die zurückliegenden Jahre mit einer kleinen Abzählreihenfolge Revue passieren ließ, da hatten alle Kundigen im Saal die Möglichkeit, sich noch mal mit zwei lachenden Augen zu erinnern.



Christoph Ludwig, der ständige Stellvertreter eines derzeit nicht vorhandenen Schulleiters der Paul-Weber-Schule, wagte einen kurzen Ausflug in die Welt der „Systemik“. Wer nun gerade kein Datenvolumen auf seinem Smartphone zum schnellen Google-Check dieses Begriffs übrig hatte, den ließ Ludwig nicht unerleuchtet. So zeichne sich Systemik durch vier Aspekte aus: „Mach Dich frei von Vorurteilen, gehe kritisch mit Deinem eigenen Handeln um, lerne in der Gemeinschaft und habe Ziele.“ Diese vier Disziplinen seien ein Allzweckwerkzeug in vielen beruflichen und privaten Situationen des Lebens „und damit sehr hilfreich!“

Seitens der Schüler war es an Larissa Cammarata, die Jahre am Oberstufen-Gymnasium der Paul-Weber-Schule aus internen Blickwinkeln zu beleuchten: „Jetzt erst mit dem Abitur begreifen wir die Freiheit, das zu tun, was uns erfüllt und weiterentwickelt.“ Na dann los!