| 20:45 Uhr

Fußball
„Ein Duell auf Augenhöhe“

JÄGERSBURG. In der Fußball-Oberliga empfängt der FSV Jägersburg am Samstag den FC Hertha Wiesbach zum Derby. Beide Teams haben mit einem Problem zu kämpfen: fehlende Konstanz. Von Stefan Holzhauser

Am Samstag empfängt der FSV Jägersburg um 15.30 Uhr in der Fußball-Oberliga den FC Hertha Wiesbach zu einem Saar-Derby. In diesem Duell wäre ein Unentschieden keine große Überraschung. Schließlich haben beide Mannschaften im bisherigen Saisonverlauf jeweils zehn Punkte geholt. Jägersburg ist aktuell Tabellen-13. und Wiesbach Elfter. Allerdings haben die Jägersburger noch das Nachholspiel am Mittwoch, 3. Oktober, um 14 Uhr bei der TuS Koblenz in der Hinterhand.


Beim FSV glich der bisherige Saisonverlauf einem wahren Wechselbad der Gefühle. Nach dem bisherigen Höhepunkt, dem 4:3-Überraschungserfolg gegen den SV Eintracht Trier, folgten zuletzt in der Liga zwei überraschende Niederlagen. Zunächst musste sich die Elf von Trainer Thorsten Lahm auf eigenem Platz dem SC Idar-Oberstein mit 2:4 beugen, ehe man zuletzt auch beim Aufsteiger VfB Dillingen ziemlich unerwartet mit 1:2 den Kürzeren zog. Durch eine weitere Niederlage gegen Wiesbach würden die Nordhomburger mitten in die Abstiegszone hineinrutschen.

„Das ist für beide Mannschaften ein sehr wichtiges Spiel. Beide stehen mit jeweils zehn Punkten etwas am Scheideweg. Durch einen Sieg könnte man sich etwas Luft nach hinten verschaffen“, sagt Lahm. Seine Mannschaft müsse im Gegensatz zu den beiden letzten Partien wieder zur gewohnten Tagesform zurückfinden. „Wir müssen gegen Wiesbach wieder den Kampf annehmen und als geschlossene Einheit auftreten. Jeder muss sich für den anderen sprichwörtlich zerreißen“, betont der FSV-Trainer.



Auch die Wiesbacher hätten ihre Probleme. „Nach ihrem super Auftakt mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen und null Gegentreffern haben sie nur noch einen Zähler geholt. Sie sind also auch irgendwie in der Krise – also eine ähnliche Situation wie bei uns“, meint Lahm. Eventuell müsse sich diese neu formierte Mannschaft auch noch erst richtig finden. „Das ist allerdings eine spielstarke Mannschaft mit einigen individuell sehr guten Spielern. Gerade im Offensiv-
bereich ist hohe Qualität vorhanden. Unsere beiden letzten Niederlagen waren kein Weltuntergang. Dennoch wissen wir, dass wir beide Spiele hätten gewinnen können“, meint Lahm. Er schätzt den FC Hertha Wiesbach noch stärker als Idar-Oberstein und Dillingen ein. Gegen die Hertha steht ihm nach abgelaufener Sperre wieder Torjäger Murat Adigüzel zur Verfügung.

Auch der Wiesbacher Trainer Michael Petry geht von einem „Duell auf Augenhöhe“ aus. „Beide Mannschaft sind derzeit in der Tabelle etwas unter Wert platziert. Beiden fehlte bislang etwas die Konstanz“, sagt Petry. Beim FSV hätte dies vermutlich an den Sperren gelegen, bei seiner Elf an den Abgängen vor der Runde. „Auf dem kleinen Rasen in Jägersburg ist es für jede Gastmannschaft schwer. Dies musste auch Trier am eigenen Leib erfahren. In diesem Spiel ist Jägersburg noch einmal mit gutem Charakter zurückgekommen“, weiß der Wiesbacher Trainer.

Den letzten Wiesbacher Sieg gab es am 8. August beim 4:0 zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Zuletzt musste man sich auf eigenem Platz der TSG Pfeddersheim mit 1:2 beugen. „Wir müssen es wieder schaffen, nicht nur über 60 bis 70 Minuten ordentlich aufzutreten, sondern über die vollen 90. In der Tabelle ist alles brutal eng zusammen. Da kann es für jede Mannschaft ganz schnell in beide Richtungen gehen“, erklärt der Wiesbacher Trainer. Ob am Samstag Norbert Neumann mit einer Gesichtsmaske auflaufen kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Er wurde am Montag an der Nase operiert. Ähnlich sieht es bei Lukas Feka (Erkältung) aus. So oder so wollen die Wiesbacher nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in der Liga „den Bock umstoßen“.