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Fußball
Frickers Hoffnung auf wichtige Punkte

JÄGERSBURG. Der FSV Jägersburg empfängt am Samstag in der Fußball-Oberliga Ludwigshafen. Ein wichtiges Spiel für den FSV. Das weiß auch Kapitän Julian Fricker. Von Stefan Holzhauser

Am Samstag empfängt der Fußball-Oberligist FSV Jägersburg um 14.30 Uhr in einem wichtigen Spiel um den Ligaverbleib den FC Arminia Ludwigshafen. Dann wird bei den Saarländern wie gewohnt Julian Fricker die Mannschaft als Kapitän auf den Platz führen. Der 27-Jährige ist gelernter Industriekaufmann und beim Homburger Unternehmen Gerlach in der Finanzbuchhaltung beschäftigt. Fricker wohnt mittlerweile auch in Jägersburg und ist im Dezember bereits sechs Jahre lang mit Ehefrau Edwina verheiratet.


Sein Heimatverein ist der FV Oberbexbach. Aufgrund eines Umzuges folgte bereits in jungen Jahren der Wechsel zum TuS Wiebelskirchen, ehe es in der E-Jugend zum FVO zurückging. Im Bereich der C-Junioren schloss sich der Defensivspezialist Borussia Neunkirchen an. Ab der B-Jugend folgten dann neun Jahre 1. FC Saarbrücken. Gleich zu Beginn wurde er mit dem jüngeren B-Junioren-Jahrgang des FCS Verbandsliga-Meister. In der zweiten Saison spielte er dann in der Bundesliga. Es folgten zwei Regionalliga-Meisterschaften mit der A-Jugend. „Ich war sogar als B-Jugendlicher bereits einmal bei der Relegation mit den A-Junioren mit dabei und bin leider drei Mal hintereinander am Bundesliga-Aufstieg gescheitert“, berichtet Fricker. Ein absoluter Höhepunkt sei der Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale gewesen, wo man knapp mit 2:3 an Borussia Dortmund scheiterte. „Da Borussia Dortmund mein Lieblingsverein ist, war das natürlich gleich in doppelter Hinsicht ein ganz besonderes Spiel für mich“, sagt Fricker rückblickend.

Als Aktiver hielt er noch fünf Jahre lang der Zweiten der Blau-Schwarzen in der Oberliga die Treue. Unvergessen bleibt für ihn der Last-Minute-Ligaverbleib durch einen 1:0-Sieg in Waldalgesheim, als 300 Fans die Zweite begleiteten und lautstark anfeuerten. „Wir waren damals eigentlich bereits abgestiegen gewesen“, sagt Fricker. Der Durchbruch nach oben blieb ihm aber im Ludwigspark verwehrt. „Ich durfte oft bei der Ersten mittrainieren – teilweise sogar komplette Vorbereitungen absolvieren. Einen Einsatz gab es aber nur im Saarlandpokal. Als mich einmal der damalige Trainer Fuat Kilic zu einem Auswärtsspiel mitnehmen wollte, konnte ich leider beruflich nicht. Kurz darauf habe ich mir dann das Kreuzband gerissen“, berichtet der 27-Jährige.



Es folgten zwei Eingriffe und eine insgesamt knapp anderthalbjährige Leidenszeit. Die ersten Comeback-Versuche hatten muskuläre Probleme zu Folge. Fricker hatte sich im Verlauf dieser Zwangspause zu einem Wechsel nach Jägersburg entschieden, wo er jetzt bereits im vierten Jahr aktiv und auch seit dieser Runde Kapitän ist. Trotz seiner nur 1,73 Meter Körpergröße gilt er als einer der kopfballstärksten Spieler der Oberliga. Am Samstag hofft Fricker auf „Big Points im Kampf um den Ligaverbleib“.