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Den Reifeprüfung gefeiert und damit Gutes getan

Abi-Bac-Abiturientinnen und ihre Eltern überreichten eine 350 Euro-Spende an Hospizleiterin Ute Seibert. In der Mitte, dahinter: Französischlehrer Jürgen Klein. Foto: Sebastian Dingler
Abi-Bac-Abiturientinnen und ihre Eltern überreichten eine 350 Euro-Spende an Hospizleiterin Ute Seibert. In der Mitte, dahinter: Französischlehrer Jürgen Klein. Foto: Sebastian Dingler FOTO: Sebastian Dingler
Homburg. Die Absolventen des Abi-Bac-Abschlusses am Homburger Johanneum hatten bei ihrer Abschlussfeier gut gehaushaltet. So gab es am Ende einen Überschuss, über den sich jetzt das Paul-Marien-Hospiz in Saarbrücken freut. Sebastian Dingler

Was tun, wenn man zu viel Geld übrig hat? Man spendet es für einen guten Zweck. So dachten sich das auch jene 25 Abiturientinnen und Abiturienten des Johanneum-Gymnasiums in Homburg , die den Abi-Bac-Abschluss, also die bilingualen Zweig in Deutsch und Französisch, gemacht haben. Für ihre Abschlussfeier im Juni hatten die Schülerinnen und Schüler ein Plus von 350 Euro eingesammelt. Dieses Geld ging jetzt an das Paul-Marien-Hospiz in Saarbrücken. Der Französischlehrer der Abi-Bac-Abschlüssler, Jürgen Klein, macht dort seit vielen Jahren freitags oder samstags Nachtdienst - und das ehrenamtlich.

Das im Jahr 1996 eröffnete Hospiz verfügt über 16 Plätze. Leiterin Ute Seibert sagte, die Spenden seien nicht zweckgebunden, sondern kämen komplementären Therapieformen, individuellen Bedürfnissen der Bewohner, Ausflügen oder ähnlichem zugute. Das Geld ist aber nicht die erste Spende, die diesen Weg von Homburg nach Saarbrücken ging: Zu seinen Nachtdiensten, so Klein, bringe er immer einen selbst gebackenen Kuchen mit - den backen Schülerinnen oder Schüler aus seinen Klassen oder deren Eltern. "An dieser Aktion haben sich auch meine Abi-Bacler seit drei Jahren fleißig beteiligt. Einige von ihnen haben auch mit dem Religionsneigungskurs das Hospiz besucht, so dass es nur natürlich war, dass das zur Abi-Bac-Feier nicht benötigte Geld dem Hospiz zugute kam", berichtet Klein. Die Geldspende sei ein Beweis dafür, dass die Abi-Bacler in ihrer Abifreude das soziale Engagement nicht vergessen hätten.

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