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Billard
Das war es dann wohl

ALTSTADT. Die Poolbillard-Spieler des PBC Joker Altstadt sind so gut wie abgestiegen. Dennoch ist das eine Jahr in der Bundesliga ein großer Erfolg. Von Stefan Holzhauser

Die Poolbillard-Spieler des PBC Joker Altstadt sind zu „99,9 Prozent“ aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Am vorletzten Saison-Doppelspieltag kamen die Saarländer auswärts bei den direkten Konkurrenten BSC Neukirchen-Geldern und BV Mörfelden-Walldorf jeweils zu 4:4-Unentschieden. Vor dem letzten Doppelspieltag am 28. und 29. April beträgt der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsrang sechs ebenso viele Zähler. Durch zwei Siege beim BSV Playhouse Fürstenfeldbruck und beim wahrscheinlichen deutschen Meister BSV Dachau könnten die Saarländer noch theoretisch mit Neukirchen-Geldern in der Tabelle gleichziehen. Doch dies ist eher unwahrscheinlich, da Dachau im Spiel gegen Altstadt den Titel einfahren will.


Am Samstag stand es in der Partie in Neukirchen-Geldern zur Pause 2:2. Auf Seiten der Gäste hatten Sebastian Staab und Marco Dorenburg gewonnen. Diese beiden Spieler sorgten auch nach Wiederbeginn für die Altstadter Zähler. Dagegen verloren Ralf Wack und Sebastian Ludwig ihre beiden Partien. Für die Saarländer war dieser eine Gesamtpunkt im Kampf um den Klassenverbleib zu wenig.

Dennoch wollten sie auch am Sonntag im Match beim BV Mörfelden-Walldorf noch einmal alles geben. Dieses Mal ersetzte Christopher Ahrens seinen Mannschaftskameraden Wack. Im Verlauf des ersten Durchgangs schienen die Gäste auf die Verliererstraße zu geraten. In diesem Zeitraum konnte nur Ludwig seine Partie gewinnen – dagegen gingen Dorenburg, Ahrens und Staab leer aus. Nach der Pause holten dann aber die Altstadter noch einmal alles aus sich heraus. Nun musste sich nur noch Dorenburg geschlagen geben, während Staab, Ludwig und Ahrens jeweils als Sieger den Tisch verließen.



„Wir machen uns keine Hoffnung auf den Ligaerhalt mehr“, sagt das Altstadter Vorstandsmitglied Christoph Welter. Die Jungs hätten alles probiert und sich gegen die Stars der Szene insgesamt sehr teuer verkauft. Natürlich sei man jetzt erst einmal etwas enttäuscht. „Man muss aber das Gesamtpaket sehen. Wir als Verein wurden von der Gemeinde, den Sponsoren und den Zuschauern gut unterstützt. Es war zu beobachten, dass durch unseren Aufstieg in die 1. Liga der Breitensport und die Turnierszene im Saarland deutlich zugelegt haben. Von daher dürfen wir auch etwas stolz auf das Erreichte sein“, betont Welter.

Man wolle sich am letzten Doppelspieltag noch einmal anständig aus der Affäre ziehen und gehe dann die Mission „Direkter Wiederaufstieg“ an.