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Handball-Oberliga
Daniel Sorg wirft das Handtuch

Mundenheim hat das Spiel am vergangenen Samstag sehr schnell gemacht. Da konnte der TV Homburg nicht mithalten.
Mundenheim hat das Spiel am vergangenen Samstag sehr schnell gemacht. Da konnte der TV Homburg nicht mithalten. FOTO: Horst Klos
Homburg. Der Spielertrainer des Handball-Oberligisten TV Homburg gibt nach der 13. Niederlage im 13. Saisonspiel auf. Sein Rücktritt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Am kommenden Samstag wartet die TSG Friesenheim 2. Von Lucas Jost

Daniel Sorg ist nicht mehr Spielertrainer des TV Homburg. Mit seiner Mannschaft hatte er am Samstagabend eine 26:37-Niederlage gegen die VTV Mundenheim einstecken müssen – es war die 13. Niederlage im 13. Saisonspiel. Er selbst hatte aufgrund einer schon einige Wochen anhaltenden Daumenverletzung erneut nicht spielen können. Kurz nach Abpfiff teilte er Jörg Ecker, Handball-Abteilungsleiter des TV Homburg, seine Entscheidung mit. Ecker wird gemeinsam mit Leonhard Frisch das Traineramt des Handball-Oberligisten zumindest vorübergehend übernehmen.


„Die Entscheidung ist für uns alle überraschend. Das ist eine ganz schwierige Situation. Von unserer Seite gab es Null Komma Null Druck auf Daniel. Im Gegenteil: Ich habe gesagt, auch wenn wir absteigen, machen wir nächstes Jahr weiter und versuchen etwas aufzubauen“, meint Jörg Ecker. Für die Entscheidung bringt er aber Verständnis auf. „Man darf nicht vergessen, es war Daniels erste Trainerstation. Wenn Erfolg da ist, ist das einfacher. Wenn Misserfolg da ist, ist das natürlich nicht so.“ Sorgs Rücktritt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt.

Am kommenden Samstag empfängt der TV Homburg den einzigen direkten Konkurrenten, die TSG Friesenheim 2, um 18.30 Uhr in der Sport- und Spielhalle Homburg. Tritt der Fall ein, dass es keinen Absteiger aus der 3. Liga Süd in die RPS-Oberliga gibt, würde am Ende der Saison der vorletzte Platz zum Klassenerhalt reichen. Aktuell hält die TSG Friesenheim den vorletzten Platz mit einem Punkt. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten ließe beide die Plätze tauschen – und brächte die TSG bis auf Weiteres unter Zugzwang. „Ob diese Entscheidung einen positiven Impuls für die Mannschaft bringt, wird sich im Spiel gegen Friesenheim zeigen“, hofft Ecker. In der Partie gegen Mundenheim war für den Aufsteiger erneut nichts zu holen. „Am Anfang haben uns die technischen Fehler das Genick gebrochen. Mundenheim hat das Spiel sehr schnell gemacht, wir konnten da nicht mithalten“, resümierte David Klein. Schon nach zwölf Minuten führten die Gäste mit 10:5, zur Halbzeit gar mit 21:14. Immerhin, „die Leistungen im Angriff waren auf jeden Fall nochmal besser. Nur die Abwehr lässt noch zu wünschen übrig“, betonte Klein.



Lob hatte der 18 Jahre alte Linksaußen für Neuzugang Robin von Lauppert übrig, der auf dem linken Rückraum sein zweites Spiel im Dress des TVH absolvierte und sechs Tore erzielte. „Robin passt ziemlich gut in unser Mannschaftsgefüge. Er macht im Rückraum nochmal mehr Tempo“, meinte Klein. Außerdem fügte er an: „Er passt menschlich perfekt in die Mannschaft.“

Tore für den TV Homburg: Hendrik Schmidt (9/3), Robin von Lauppert (6/1), Philipp Daume (3), Lukas Glück (3), Roman Kolepp (2), Muhamet Durmishi (1), David Klein (1), Sebastian Mathieu (1).