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Festival in Homburg
Liedkunst bei den Kammermusiktagen

Christiane Oelze.
Christiane Oelze. FOTO: Natalie Bothur
Homburg. Das zweite Konzert der Kammermusiktage Homburg im Saalbau bestreitet auch die Sängerin Christiane Oelze. Zu hören ist zudem ein Violin-Cello-Duo und das Vogler-Quartett. Von Ulrike Stumm

Das Cello, so sagt man, kommt der menschlichen Stimme am nächsten. Ob dies in Sachen Stimmumfang und Klanggestaltung auch stimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer dafür nochmals genauer hinhören möchte, der hat dazu in Homburg in den nächsten Tagen etliche Gelegenheiten. Die Kammermusiktage bieten ein sehr vielfältiges Programm und in Sachen Streicher von Violine über Bratsche bis eben zum Cello gibt es da naturgemäß einiges zu hören, auch beim zweiten Konzert an diesem Donnerstag, 27. September, 20 Uhr, im Homburger Saalbau. Das bestreitet neben dem Vogler-Quartett, das mit dem Streichquartett in F-Dur, opus 74, von Joseph Haydn den Auftakt macht, auch ein Violin-Cello-Duo. Jonian Ilias Kadesha und Vashti Hunter haben Zoltán Kodálys Duo, opus sieben, das 1918 uraufgeführt wurde, ausgewählt. Dies enthält Anklänge an ungarische Volksmusik. Koldály beschäftigte sich schließlich – wie sein Landsmann Béla Bartók auch – damit, eine authentische ungarische Musikkultur zu schaffen, wofür die beiden auf die Dörfer fuhren, um typische Melodie-Beispiele zu sammeln.


Der instrumentalen folgt vokale Kammermusik. Die Sopranistin Christiane Oelze, begleitet von Jonathan Ware am Klavier sind zu Gast. Oelze blicke mittlerweile auf eine langjährige sängerische Karriere mit reger Konzerttätigkeit in den renommiertesten Konzert- und Opernhäusern mit berühmten Orchestern und Dirigenten zurück. Ware ist ein insbesondere für Kammermusik und Liedbegleitung gefragter Pianist. Zu hören sind an diesem Abend Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann. Nicht so bekannt wie diese beiden Komponisten sind die Arbeiten von Reynaldo Hahn (1874 bis 1947), der bereits in jungen Jahren in den Salons von Paris gesungen haben soll und in seinen letzten Lebensjahren Direktor der Pariser Oper war. Wieder eher geläufig ist einem größeren Publikum der englische Komponist Benjamin Britten. Dieser befasste sich immer wieder mit Arrangements englischer, auch schottischer, walisischer, irischer, manchmal französischer Volkslieder. Oelze und Ware haben aus den diversen Bänden der „Folksong Arrangements“ sieben Stücke ausgewählt. Anders als Britten ist Michael Balfe heute wenig bekannt. Er galt im 19. Jahrhundert als einer der erfolgreichsten Komponisten englischer Opern. Im Saalbau ist das Lied „I dreamt I dwelt in marble halls“ aus seiner populärsten Oper „The Bohemian Girl“ zu hören. Diese und weitere Einzelheiten sind zum einen im zum Kammermusik-Festival erschienenen Magazin zu lesen oder auch im Internet unter

Karten kosten 22/ermäßigt zwölfEuro. Erhältlich sind sie unter anderem im Internet www.ticket-regional.de/km-saar-pfalz, beim Kulturamt Homburg, Telefon (0 68 41) 10 11 68, und an der Tageskasse eine Stunde vor Konzertbeginn.