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Chorkonzert in Jägersburg
Mal stimmungsvoll, mal nachdenklich, doch immer überzeugend

Die Chorgemeinschaft Jägersburg-Bruchhof bei ihrem Auftritt in der Adventskirche in Jägersburg.
Die Chorgemeinschaft Jägersburg-Bruchhof bei ihrem Auftritt in der Adventskirche in Jägersburg. FOTO: Bill Titze
Jägersburg. Die Herzen der Zuhörer berührten der Homburger Frauenchor und die Chorgemeinschaft Bruchhof-Jägersburg bei ihrem ersten Gemeinschaftskonzert.  Von Bill Titze

„Die beiden Chöre, die heute hier singen, sind aus dem Kulturreigen der Stadt nicht mehr wegzudenken.“ Mit diesen Worten begrüßte Hausherr Wilfried Bohn die Gäste, die zu einem Konzert des Homburger Frauenchores und der Chorgemeinschaft Bruchhof-Jägersburg in die evangelische Adventskirche Jägersburg gekommen waren. Und die beiden Chören sollten die Erwartungen nicht enttäuschen. Mit stimmungsvollen und manchen, eher nachdenklichen Liedern überzeugten sie die zahlreichen Zuhörer.


Dabei war der Auftritt eine Premiere, denn die beiden Chöre traten zum ersten Mal gemeinsam im Rahmen eines Konzerts auf. Unter der Leitung von Erika Schäfer präsentierte die Chorgemeinschaft als erstes Stück „Der Freundschaft Band“ von Edward Elgar. Auffällig oft wurde von Freude oder ähnlichen Gefühlen gesungen. So auch im folgenden Beitrag von Karl-Heinz Jäger „Dieser Tag soll voller Freude sein.“ Wenig später folgte dann ein echter Klassiker – auf jeden Fall aus saarländischer Sicht. „Ein bisschen Frieden“ von Ralph Siegel, der Schlager, mit dem bekanntermaßen die Saarländerin Nicole den Eurovision Song Contest 1982 gewinnen konnte.

Dann durfte auch der Homburger Frauenchor, der in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag feiert, in das Konzert einsteigen. Und das taten diese direkt mal mit einer Hommage an die Wirkung der Musik mit dem Song „Musik, du himmlische Kunst“ von Winfried Siegler-Legel. Mithilfe dieser Kunst entführte der Frauenchor mit Chorleiter Kurt Kihm die Zuhörer dann in andere europäische Länder. Zunächst dorthin, wo die Zitronen blühen, zumindest wenn man Otto Grolls „Sterne über Amalfi“ Glauben schenkt. Dann ging es nach Frankreich, genauer gesagt ans Ufer der Seine, wo ein Liebespaar im gleichnamigen Stück von Walter Schneider die Stunden vergisst. Wurde Frankreich zunächst noch in deutscher Sprache besungen, änderte sich dies mit dem Lied „Plaisir d‘armour“ von Johannes Voigt, das in französischer Sprache vorgetragen wurde.



„Wir wollten den Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm bieten“, erklärt Chorleiter Kihm. „Deshalb haben wir beispielsweise auch französische Lieder mit in unseren Vortrag eingebaut.“ In das Nachbarland ging es dann auch mit der Chorgemeinschaft Bruchhof-Jägersburg und dem Song „La Provence, du blühendes Land“ wiederum von Ralph Siegel.

„Das Programm haben wir aber nicht miteinander abgestimmt“, stellte Kihm, trotz der von beiden Seiten recht international gehaltenen Lieder, klar. Nachdem bereits französische Songs gesungen worden waren, durfte der englische Beitrag dann natürlich auch nicht fehlen. „Swing low, sweet chariot“ von Walter Melchers und „Good News“ von Spiritual steuerten ebenfalls etwas zum europäischen Flair des Konzerts bei. Obwohl der Frauenchor mit „La-Le-Lu“ bereits ein Schlaflied intoniert hatte, wurde es dann noch einmal richtig stimmungsvoll. Der flotte Song „Mit Musik geht alles besser“ riss die Zuhörer noch einmal mit und sorgte für Begeisterung.

Ein gelungenes Konzert der beiden Chöre also, mit dem das Jubiläumsjahr des Frauenchores aber noch lange nicht abgeschlossen ist. „Wir fahren im Oktober noch zusammen ins Allgäu und am ersten Advent geben wir dann unser Jahresabschlusskonzert“, blickt Chorleiter Kihm in die nahe Zukunft.