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Chancen für Abiturienten aufgezeigt

Homburg. Fragt man 15- bis 17-Jährige nach ihren beruflichen Plänen, zucken viele erst einmal mit den Schultern. Einige wissen schon ganz genau, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen, andere wiederum haben aber keinerlei Vorstellungen von dem, was sie später studieren werden, welche Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven ihnen bestimmte Berufe bieten

Homburg. Fragt man 15- bis 17-Jährige nach ihren beruflichen Plänen, zucken viele erst einmal mit den Schultern. Einige wissen schon ganz genau, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen, andere wiederum haben aber keinerlei Vorstellungen von dem, was sie später studieren werden, welche Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven ihnen bestimmte Berufe bieten. Dazu kommt die schier unendliche Breite und Unübersichtlichkeit von Ausbildungsberufen und Studiengängen sowie die Unwissenheit über künftige Berufsfelder. Wie sieht der Berufsalltag eines Architekten, eines Mediziners, eines Informatikers oder Physikers aus? Welche Perspektiven oder Karrierechancen bietet der Beruf? Antworten auf diese Fragen erhielten die annähernd 130 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen zehn und elf des Mannlich-Gymnasiums in Homburg gestern bei einer Berufsinformationsmesse. Kompetente Referenten stellten den Schülern in der Aula die unterschiedlichsten Berufsfelder, Ausbildungsberufe und Studiengänge vor. Sowohl in den beiden Vortragstaffeln als auch in persönlichen Gesprächen hatten die Oberstufenschüler Gelegenheit, sich bei Vertretern aus der Berufswelt aus erster Hand zu informieren. Das Angebot an Berufsfeldern reichte von der Lehramtsausbildung, Polizei, Psychologie über Chemie, Maschinenbau, Informatik bis hin zur Mechatronik-Ausbildung, Mikrosystemtechnik oder Journalismus am Stand der Saarbrücker Zeitung mit Redakteur Peter Neuheisel. Am stärksten nachgefragt waren Sozialwesen, Medizin, Personalmanagement und Gesundheitsberufe. Die Initiative, für angehende Abiturienten eine Berufsmesse zu organisieren, geht vom Rotary Club aus. Ziel sei es, "die beruflichen Erfahrungen unserer Mitglieder ehrenamtlich in den Dienst der Gesellschaft zu stellen und Schüler authentisch zu informieren", erklärte Prof. Patrick Klär von der FH Kaiserslautern, der als Mitglied des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken den Kontakt hergestellt hatte. Bei den Schülern kam die Berufsmesse gut an. "Die Vorträge zu Physik und Medizin waren sehr informativ", meinte Jan Lipp (18), der später in diese Richtung tendiert. Von erfahrenen Referenten Infos zu erhalten, Fragen stellen und persönliche Anliegen vorbringen zu können, sei besser, als alles nachzulesen oder aus dem Internet zu erfahren, so der Elftklässler. Auch Nikoleta Liberi (18) bewertete die Messe als "sehr interessant". Schließlich sei man als Oberstufenschüler in einer Phase, in der man sich langsam bewerben müsse, so die 18-Jährige, die gerne Mediendesign studieren möchte. Zur Polizei zieht es Stephanie Lauterbach. Die Zehntklässlerin nutzte die Gelegenheit, sich bei Christof Baltes vom Polizeirevier Homburg und dem Leiter des Referates D 4 im Innenministerium, Michael Forster, zu informieren. re "Die Vorträge zu Physik und Medizin waren sehr informativ." Jan Lipp