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Buch soll Stellenwert behalten

Für jeden etwas dabei ist bei der Homburger Buchmesse „Hom-Buch“, die am kommenden Samstag und Sonntag im Kulturzentrum Saalbau in Homburg über die Bühne gehen wird. Fotos: Eberhard Jung
Für jeden etwas dabei ist bei der Homburger Buchmesse „Hom-Buch“, die am kommenden Samstag und Sonntag im Kulturzentrum Saalbau in Homburg über die Bühne gehen wird. Fotos: Eberhard Jung
Homburg. Rund 40 Aussteller, Prominente, die lesen und alles Wissenswerte rund um das Buch: Die Hom-Buch wird sicher dafür sorgen, dass Leseratten und solche, die es werden wollen, einen Saalbau-Besuch einplanen. Felix Lampert

In Deutschland kann man den Trend beobachten, dass heutzutage immer weniger Menschen in ihrer Freizeit zu einem guten Buch greifen. Viele entscheiden sich bei der Wahl zwischen Film schauen oder Buch lesen für Ersteres. Dabei bietet doch das Schmökern in Werken verschiedenster Genre eine willkommene Abwechslung zum tristen Alltag. Es gibt gute Gründe, sich in ein Buch zu vergraben.



Wer will, kann sich am kommenden Wochenende bei der Homburger Buchmesse neue Lektüre-Inspirationen holen. Am ersten September-Wochenende öffnet die "Hom-Buch" für Interessierte ihre Toren im Kulturzentrum Saalbau. Die Stadt Homburg und seine Buchmesse, die von Ulrich Burger initiiert wird, entwickelt sich an diesen beiden Tagen zum Treffpunkt der Bücherwürmer aus dem ganzen Bundesland. Die sechste Auflage der Messe lockt mit mehr als 40 Ausstellern, wobei die Bekanntheit und Größe der Verlage keine Rolle spielt.

Neben den arrivierten Verlage sind auch viele Neulinge anzutreffen, die sich unter regionale Verlage und die großen von Piper oder Arena mischen. Teil des Konzepts der "Hom-Buch" ist, bekannte Autoren mit Schriftstellern, die am Anfang ihres Schaffens stehen, zu vereinen.

Einen dieser prominenten Gäste repräsentiert die Entertainerin Isabel Varell (wir berichteten). Die als Sängerin, Schauspielerin, Musicaldarstellerin und Fernsehmoderatorin bekannte Künstlerin liest aus ihrer Autobiografie "Mittlere Reife. Aus meinem Leben" vor. Die Lesung findet am Samstag, 3. September, um 18 Uhr im großen Saal des Saalbaus statt. Drei Stunden vorher gibt an gleicher Stelle Daniel Wolf seinen historischen Roman "Das Gold des Meeres" zum Besten. Im kleinen Saal finden parallel außerdem noch andere Lesungen statt. Samstags um 13.30 Uhr beginnt Harald Klein mit der Vorstellung seines archäologischen Romans, der Leseratten-Verlag präsentiert Texte mit dem Schwerpunkt Fantasy , Benjamin Kelm, der saarländische Schauspieler aus der Kindersendung "Wissen macht Ah" hat sein neuestes Buch "Nichts ist alltäglich" im Gepäck, das Genre "Thriller/Krimi" wird im Anschluss von Chris Karlden und Frank Huhnhäuser abgedeckt, bevor Torsten Markwirth um 18 Uhr den Schlusspunkt setzt. Der in Schwarzenbach lebende Kardiologe hat schon mehrere Bücher veröffentlicht und ist als Aussteller an beiden Tagen vor Ort.

Der Höhepunkt des ersten Tages ist die Verleihung des "Hom-Buch"-Publikumspreises, den die Autoren in den vier Kategorien Krimi, Belletristik, Fantasy sowie Kinder und Jugendbuch für ihre Arbeit entgegennehmen.

Am Sonntag, 4. September ab 14 Uhr geht es im Ein-Stunden-Takt im großen Saal weiter. Zuerst ist Nina Blazon mit ihrem Frauenroman "Liebten wir", der die Themen Familie, Liebe und Freundschaft anspricht, dran. Danach stellt die Potsdamer Bestsellerautorin Katja Kessler ihre neueste Kreation "Das muss (kann) Liebe sein vor. 54 ein Halb Pflegetipps für die glückliche Ehe". Victor Pax vollendet die Reihe der prominenten Lesungen. Der Sänger der Band "MassengeR" aus Neunkirchen präsentiert seine Bücher mit musikalischer Begleitung.

Im kleinen Saal fällt der Startschuss am Sonntag bereits um 11.30 Uhr mit Martin Frohmann und Aki Trautmann, die sich auf Kinderbücher spezialisiert haben. Die weiteren Lesungen werden von Stefanie Altmeyer, Sabine Osman und Sandra Baumgärtner um 12.45 Uhr im Bereich Fantastik vorgetragen. Isabell Valentin und Thomas Lang kümmern sich ab 14.30 Uhr um die Krimifreunde. Liebesromane stehen um 15.45 Uhr bei Heike Susanne Rogg und Christine Lawenz auf dem Programm. Danach fällt der Vorhang mit Gabrielle C.J. Couillez, die aus historischen Romanen vorliest. Wie jedes Jahr besteht die Möglichkeit im Anschluss der Lesung Gespräche mit den Autoren zu suchen, ihnen Fragen zu stellen oder die Bücher signieren zu lassen.

Für eine Besonderheit sorgt das Saarpfalz-Gymnasium, das mit Veröffentlichungen vertreten ist, die nicht im Buchhandel erhältlich sind. Darunter findet man Liebesgedichte, die Geschichte der Römer in Schwarzenacker und Erlebnisse aus den beiden Weltkriegen. Der Bezug zu regionalen Aspekten wird obendrein in den Werken von der Stiftung für Kultur und Umwelt der Kreissparkasse Saarpfalz und Sabine Müller aus Limbach aufgegriffen, die ebenfalls in Homburg zu Gast ist.

Die Buchmesse gewährt samstags den Besuchern von 13 bis 19.30 Uhr Einlass. Sonntags öffnet das Kulturzentrum um 11 Uhr und schließt um 18 Uhr. Der Eintritt beläuft sich auf fünf Euro, wobei Schüler und Studenten eine Ermäßigung bekommen. Samstags ab 17.30 Uhr und sonntags ab 15 Uhr entfällt der Eintritt komplett.

Ulrich Burger ist der Initiator der Homburger Buchmesse.
Ulrich Burger ist der Initiator der Homburger Buchmesse.