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Homburg
Braunacht trotzt dem Aprilwetter

Nach dem Fassanstich der drei neuen Biersorten gab‘s für die Gäste der Eröffnung der dritten Homburger Braunacht der Karlsberg-Brauerei erst mal eine Runde Freibier, auch Brauerei-Chef Christian Weber brachte das begehrte Kaltgetränk unters durstige Volk.
Nach dem Fassanstich der drei neuen Biersorten gab‘s für die Gäste der Eröffnung der dritten Homburger Braunacht der Karlsberg-Brauerei erst mal eine Runde Freibier, auch Brauerei-Chef Christian Weber brachte das begehrte Kaltgetränk unters durstige Volk. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Bis weit nach Mitternacht wurde in Homburg am Samstag die dritte Braunacht gefeiert. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans, Landrat Theophil Gallo und OB Schneidewind hatten zuvor den Fassanstich für drei neue Biere übernommen. Von Thorsten Wolf

Da ist die Homburger Karlsberg-Brauerei bei der offiziellen Eröffnung der dritten Homburger Braunacht am Samstagnachmittag nochmal mit einem blauen Augen davon gekommen: Pünktlich zum Beginn des Bühnenprogramms um 16 Uhr öffneten sich für eine kleine Weile ein paar kleinere Schleusen im Himmel und verwandelten den historischen Homburger Marktplatz für einen Moment in ein Regenschirm-Paradies. Doch es blieb bei dieser Androhung eines „Was wäre wenn“, nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei, eben echter April. Der zeigte sich dann gnädig – und so konnte die Homburger Traditionsbrauerei sich selbst, drei neue Biere, ihre Braumeister und natürlich ihre Fans feiern.


In den zurückliegenden zwölf Monaten seit der Braunacht 2017 hat sich im Hause Karlsberg einiges getan: Es gab einen Markenrelaunch, der Karlsberg-Stern ist wieder ins Zentrum des Unternehmensimages gerückt, Bestandteil des Außenauftritts der Brauerei sind jetzt vor allem auch die Mitarbeiter des Unternehmens. Man wolle so, wie es Christian Weber als Generalbevollmächtigter der Brauerei von der Bühne aus in Richtung der Festgäste formulierte, die Mitarbeiter hinter dem Produkt in den Vordergrund rücken. „Ich glaube, dass die Menschen nicht nur wissen wollen, was sie trinken, sondern auch, wer das gemacht hat. Und deswegen haben wir uns entschieden, viel mehr über die Menschen zu reden, die hinter dem Produkt stehen.“ Dabei gehe es, wie Weber erläuterte, aber nicht nur um die Braumeister, sondern um das gesamte Team des Unternehmens, „die 600 Menschen, die hier am Standort Homburg für uns arbeiten“.

Karlsberg-Geschäftsführer Markus Meyer lenkte den Blick auf die „Wiederentdeckung“ des Karlsberg-Sterns als Symbol der Brauerei – und er verdeutlichte auch, dass man sich bei der Gestaltung der Produkte auch auf den Heimatstandort Homburg beziehe.



Was am Samstagnachmittag natürlich mit am meisten interessierte: Welche drei Biersorten wird die Brauerei vorstellen und wie werden die schmecken? Doch bevor Saar-Ministerpräsident Tobias Hans, Landrat Theophil Gallo und Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind jeweils der erste Fass der neuen Biere – ein „fruchtig hefiges Weizen“, ein „spritzig-leichtes Sommerbier“ und ein „vollmundiges Dunkles“ – anschlugen, waren aber erst mal diese drei Politiker dazu aufgerufen, der dritten Homburger Braunacht einen offiziellen Stempel aufzudrücken. So nannte Tobias Hans Homburg die „Bierhauptstadt des Saarlandes“, als einer, der in Homburg zur Schule gegangen sei, kenne er natürlich auch den typischen Brauerei-Geruch. Und: „Weil Biersteuer Landessteuer ist, bin ich natürlich immer froh darüber, wenn ein Karlsberg geköpft wird.“ Grundsätzlich, so Hans, habe es das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, einen „innovativen Auftritt zu wagen“.

Für Homburg sei die Homburger Braunacht ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Stadt und Unternehmen, war sich OB Schneidewind sicher. Auch sei die Veranstaltung ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen in der Stadt wohlfühlen könnten, „wir haben viel zu bieten. Menschen kommen wegen der Braunacht hierher, sehen das, erleben dass die Brauerei viel tut, dass die Stadt viel bietet!“ Landrat  Gallo würdigte ebenfalls das Engagement der Brauerei und zeigte sich stolz, ein solches Unternehmen vor der eigenen Haustür zu haben, zumal die Brauerei gerade in der zurückliegenden Jahren auch mit neuen Produkten ordentlich Schwung mache. Das war dann auch das Stichwort, um die drei neuen Biersorten vorzustellen. Nach drei unfallfreien Fassanschlägen gab‘s eine Runde Freibier – und damit nach dem „Brau-Nachmittag“ auf dem Marktplatz den Auftakt zur Braunacht, die dann in insgesamt acht Restaurants, Bars und Pubs in der Homburger City mit Live-Musik bis weit nach Mitternacht gefeiert wurde.