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Bis heute gut durch die Krise gekommen

St. Ingbert/Homburg. "Wir sind bis heute gut durch die Krise gekommen und wenden uns gerade deshalb entschieden gegen unseriöse Praktiken", stellt der Volksbank-Vorstand fest. Wolfgang Brünnler und Helmut Scharff (Fotos: SZ/thw) erinnern in einem SZ-Gespräch daran, dass der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung gegründet wurde, um strauchelnden Banken zu helfen Von SZ-Mitarbeiter Hermann Sittner

St. Ingbert/Homburg. "Wir sind bis heute gut durch die Krise gekommen und wenden uns gerade deshalb entschieden gegen unseriöse Praktiken", stellt der Volksbank-Vorstand fest. Wolfgang Brünnler und Helmut Scharff (Fotos: SZ/thw) erinnern in einem SZ-Gespräch daran, dass der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung gegründet wurde, um strauchelnden Banken zu helfen. Dann aber könne eine staatlich gestützte Autobank ihr Angebot nicht mit dem Hinweis anpreisen, Staatsgarantien bekomme nur der Gesunde mit ausreichend Eigenkapital. Dagegen müsse etwas getan werden, fordert Scharff. Immerhin, so unterstreicht Brünnler, gehöre die einjährige Anlage mit fünfprozentiger Verzinsung einer anderen Autobank inzwischen der Vergangenheit an.Wachstum bei Krediten Für die Volksbank Saarpfalz erwartet der Vorstand für 2009 ein weiteres Wachstum im Kreditgeschäft. Verwiesen wird darauf, dass der Volksbankenverbund dem Mittelstand mit einem Sonderkreditplafonds von einer Milliarde Euro über die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ-Bank und WGZ-Bank zur Verfügung steht. Von einer Kreditklemme könne keine Rede sein. Die Kreditvergaberichtlinien seien nicht verschärft, die Kreditzinsen der Kapitalmarktentwicklung angepasst worden. Der Zinssatz für einen Hypothekenkredit mit zehnjähriger Laufzeit wurde auf 3,9 Prozent zurückgenommen. Die gewerbliche Wirtschaft belässt es, wie Brünnler und Scharff übereinstimmend feststellen, derzeit meist bei Investitionen, "die sich an der aktuellen Auftragslage orientieren und weniger an großen Erwartungen". Wenn die Kreditnachfrage anziehe, sei das für die Bank kein Problem. Im Berichtsjahr 2008 war die Zunahme der Kundenforderungen auf 176 (172) Millionen Euro vor allem auf das stärkere Firmenkunden-Geschäft zurückzuführen. Der Anteil beträgt 51 Prozent, darunter 15 Millionen Kommunalkredite. Außerhalb der Bilanz wurden die Währungskredite stark auf 6,9 Millionen Euro erhöht. Die Kundeneinlagen verminderten sich leicht um 2,6 auf 296 Millionen Euro. Das wird damit erklärt, dass in einem Fall von Gewicht nach dem Grundsatz "Kein Wachstum um jeden Preis" verfahren wurde. Ohne diese "Sondersituation" wären die Einlagen um zwei Prozent gestiegen. Zuwachs gab es wegen der günstigen Zinsentwicklung bei kurzen Laufzeiten im Bereich der Tages- und Termingelder zu Lasten der Spareinlagen und der Inhaberschuldverschreibungen. Nahezu unverändert blieb mit 340 Millionen Euro die Bilanzsumme des genossenschaftlichen Instituts.Höhere Provisionen Der leichte Rückgang des Zinsüberschusses auf 8,5 (8,6) Millionen Euro wurde durch einen höheren Provisionsüberschuss mehr als ausgeglichen. Bei 110 Mitarbeitern stiegen zwar die Personalkosten, der Verwaltungsaufwand sank dennoch auf 8,5 Millionen Euro. Bei einer um 30 Prozent reduzierten Bewertung wurden, wie Brünnler betont, Wertpapiere wie Umlaufvermögen behandelt und Erleichterungen nicht in Anspruch genommen. Vom Betriebsergebnis von 2,4 Millionen Euro verbleibt nach Steuern und Risikovorsorge ein Jahresüberschuss von 0,83 (0,28) Millionen Euro. Der Vertreterversammlung der Volksbank Saarpfalz am 24. Juni wird den Mitgliedern nach Angaben der beiden Vorstandsvorsitzenden eine auf 5,5 Prozent erhöhte Dividende vorgeschlagen.