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Ehrenamtskarte
Besondere Würdigung des Ehrenamts

Neben anderen ehrenamtlich Tätigen erhielten am Dienstag im Homburger Forum auch Mitglieder der Feuerwehr Frankenholz die Ehrenamtskarte von Ministerpräsident Tobias Hans (Dritter von links) und Landrat Theophil Gallo (Vierter von links).
Neben anderen ehrenamtlich Tätigen erhielten am Dienstag im Homburger Forum auch Mitglieder der Feuerwehr Frankenholz die Ehrenamtskarte von Ministerpräsident Tobias Hans (Dritter von links) und Landrat Theophil Gallo (Vierter von links). FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Der Saarpfalz-Kreis hat eine Ehrenamtskarte eingeführt. Wer diese gerne haben möchte, der muss sie beantragen. Damit erhalten Ehrenamtler Vergünstigen bei verschiedenen Einrichtungen in den beteiligten Landkreisen. Von Ulrike Stumm

Sie arbeiten bei der Feuerwehr, engagieren sich in Musikvereinen, im Sport, für Flüchtlinge, für Bedürftige: Ohne Ehrenamtler würde es an vielen Stellen haken oder einfach gar nicht laufen.  Das wissen auch all diejenigen, die in der Politik Verantwortung  tragen. Explizit sagte dies noch einmal der Landrat des Saarpfalz-Kreises, Theophil Gallo, am Dienstagvormittag, als am Homburger Forum an einige ehrenamtlich Tätige die Ehrenamtskarte verliehen wurde (wir berichteten). Übrigens geschah dies im Beisein vom kürzlich erst gekürten Ministerpräsidenten Tobias Hans.  Dieser war dazu eigens nach Homburg gekommen – das erste Mal seit er sein neues Amt angetreten hat. Und auch er sparte nicht mit Lob für die Ehrenamtler. Mit der Einführung der Karte dokumentiere der Saarpfalz-Kreis „seine besondere Wertschätzung für das freiwillige bürgerschaftliche Engagement“.


Der hiesige Kreis ist der fünfte im Bunde derjenigen, die diese besondere Auszeichnung eingeführt haben. Es fehle jetzt nur noch der Landkreis Saarlouis, hieß es von Hans.  Daran arbeite man.  Die ersten waren in dieser Sache die Landkreise Merzig-Wadern und Neunkirchen im Jahr 2012, damals noch als Probelauf.

Mit dieser besonderen Karte erhalten die Ehrenamtlichen nicht nur eine Auszeichnungen, sie haben auch fassbare Vorteile in Form von Rabatten bei öffentlichen und privaten Einrichtungen im gesamten Land, also nicht nur im eigenen Landkreis. Infos dazu findet man unter www.ehrenamt.saarland.de und den Internetseiten der Kreise.



Wer die Karte haben möchte, der muss diese beantragen. Manche schrecken davor aus falscher Bescheidenheit noch zurück, war zu hören. In Anbetracht des spontanen und beispielhaften Engagements der Ehrenamtlichen vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik und der Überschwemmungen des Sommers 2016 wurden die Bedingungen zum Erhalt der Ehrenamtskarte gelockert, um auch besonderen Einsatz über kürzere Zeiträume honorieren zu können. Interessenten müssen nun nicht mehr fünf Jahre, sondern lediglich zwei Jahre ehrenamtliche Tätigkeit nachweisen. Dem Vorschlag des Landkreises Neunkirchen schlossen sich das Land, der Vorstand des Landkreistages, der Regionalverband und alle bisher beteiligten Landkreise an.

Wer gerne die Ehrenamtskarte beantragen möchte oder wer Sponsoring für das Ehrenamt anmelden will als so genannter Akzeptanzpartner, wendet sich im Saarpfalz-Kreis an die Ehrenamtsbörse, Am Forum 1, 66424 Homburg, Tel (06841) 1 04 71 98, per E- Mail ehrenamtskarte@saarpfalz-kreis.de. Allgemeine Informationen zur Ehrenamtskarte erhält man auch bei der Staatskanzlei, Am Ludwigsplatz 14, 66117 Saarbrücken, Tel (06841) 501 20 07 oder 501 11 53, E-Mail: ehrenamt@staatskanzlei.saarland.de