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Ehrung für Erich Hein
Auszeichnung für einen „vorbildlichen Staatsbürger“

Erich Hein (vorne) gehört der CDU seit 50 Jahren an. Zu den Gratulanten gehörten (von links): Alexander Ziegler (Beauftragter für Erziehung und Bildung Homburg), CDU-Landtagsabgeordneter Volker Oberhausen, Wolfgang Vogelgesang (Vorstandsmitglied Kreisverband CDU Saarpfalz).
Erich Hein (vorne) gehört der CDU seit 50 Jahren an. Zu den Gratulanten gehörten (von links): Alexander Ziegler (Beauftragter für Erziehung und Bildung Homburg), CDU-Landtagsabgeordneter Volker Oberhausen, Wolfgang Vogelgesang (Vorstandsmitglied Kreisverband CDU Saarpfalz). FOTO: Bill Titze
Schwarzenacker. Seit einem halben Jahrhundert ist der vielfältig engagierte Erich Hein Mitglied der CDU in Einöd. Von Bill Titze

„Nicht reden, sondern machen“, fasst Erich Hein sein politisches Credo in einem prägnanten Satz zusammen. Und tatsächlich gibt es wohl nicht viele Homburger Kommunalpolitiker, die in so vielen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich tätig waren, wie der ehemalige Lehrer aus Schwarzenacker. Nun konnte Hein ein besonderes Jubiläum feiern: 50 Jahre Mitgliedschaft in der CDU.


Am 1. März 1968 trat Erich Hein in die Volkspartei ein, zu Zeiten, als noch Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger die Geschicke des Landes leitete und mit der 68er-Bewegung hochpolitische Diskussionen die deutsche Gesellschaft beschäftigten. Dabei war Hein bis zum Eintritt in die Christlich Demokratische Union nach eigener Aussage „ein komplett unpolitischer Mensch“ gewesen. Als er gefragt worden sei, ob er sich nicht in der Einöder Kommunalpolitik engagieren wolle, habe er sich zunächst gefragt: „Was soll ich in der Politik?“. Nach einigem Überlegen habe er sich jedoch dazu entschieden sich kommunalpolitisch zu engagieren, weil er sich von seinen Kindern und Enkeln „später nicht vorhalten lassen wollte, „dass ich nichts getan habe.“ Zunächst Gemeinderatsmitglied in Einöd, wurde er nach der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 Mitglied im Homburger Stadtrat. Eine Funktion, die er bis 1995 mehr als 20 Jahre innehaben sollte und in der er sich vor allem mit den Themen Jugend, Kultur und Sport beschäftigte. „Die Zeit in der Stadtpolitik war unwahrscheinlich spannend. Ich habe viele Leute kennen gelernt, von und mit denen man lernen konnte“, lässt Hein seine Zeit im Stadtrat Revue passieren. „Mir war es immer wichtig, den Menschen zu helfen, und ich habe nie jemanden abgewiesen – auch wenn er von der SPD kam“, erzählt Hein mit einem Lachen. Neben seinen Aktivitäten in der Stadtpolitik war Hein auch Mitglied im Einöder Ortsrat sowie Vorsitzender der CDU Schwarzenacker. Außerdem war er in vielen Vereinen tätig, wie etwa beim Männergesangsverein Schwarzenacker, beim Club der Schlossbergsänger oder als Gründungspräsident beim Tennisclub Saar-Pfalz Einöd. „Wenn jemand die Bezeichnung „vorbildlicher Staatsbürger“ verdient, dann ist das wohl Erich Hein“, fasste der CDU-Landtagsabgeordnete Volker Oberhausen, der dem Jubilar die Ehrennadel ansteckte, dieses außergewöhnliche Engagement zusammen. Zu dieser Aussage passt auch, dass der Kommunalpolitiker 2012 das Bundesverdienstkreuz für 60 Jahre Ehrenamt verliehen bekam. Den Willen, doch einmal über die Kommunalpolitik hinauszugehen und landespolitisch aktiv zu werden, habe es bei ihm nie gegeben. „Ich wollte nah an den Menschen sein und mich vor Ort einbringen. Das konnte ich in der Kommunalpolitik am besten“, erklärt Hein, wieso sich ihm die Frage nach höheren politischen Weihen nie stellte. Für die Zukunft sieht er „seine“ CDU gut aufgestellt, weil sie „hervorragendes Personal“ habe.