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Einöder Ortsrat tagte
Arbeiten in Einöd verzögern sich weiter

Seit Jahren fordert der Einöder Ortsrat die Sanierung der in die Jahre gekommenen Saarpfalz-Halle, am Donnerstag gab es nun Informationen zum aktuellen Stand der Planungen und einen groben Zeitplan.
Seit Jahren fordert der Einöder Ortsrat die Sanierung der in die Jahre gekommenen Saarpfalz-Halle, am Donnerstag gab es nun Informationen zum aktuellen Stand der Planungen und einen groben Zeitplan. FOTO: Thorsten Wolf
Einöd. Sanierung der Saarpfalzhalle kann frühestens Anfang 2019 beginnen. Ortsrat wundert sich über den neuen Zeitplan. Von Thorsten Wolf

Rund 40 Jahre gibt es sie schon, die Saarpfalzhalle in Einöd. Und mit den Jahren ist sie in die Jahre gekommen, ein undichtes Dach, energetisch nicht auf Stand, im Ganzen nicht mehr wirklich schön, weder außen noch innen. Deswegen steht die Sanierung der Halle schon seit Jahren auf der Agenda des Einöder Ortsrates (wir berichteten mehrmals).


Doch trotz aller Forderungen und immer wieder genannten Startterminen: Am Erscheinungsbild und Zustand der Halle hat sich im Wesentlichen noch nichts geändert. Am Donnerstageabend nun gab Franz Heinrich, der von der Stadt beauftragte Projektsteuerer für die Sanierung, dem Ortsrat einen Einblick in den gegenwärtigen Stand der Dinge. Und was Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD) und seine Ortsratskollegen hörten, das führt nicht zu grenzenloser Glückseeligkeit. Das lag vor allem daran, dass Heinrich keinen so schnellen Beginn der Arbeiten verkünden konnte, wie er es selbst gerne getan hätte und wie es der Ortsrat gerne gehört hätte. Doch im Grundsatz, das war die Botschaft Heinrichs, gehe es voran.

So gebe es schon den Zuweisungsbescheid über die nötigen Finanzmittel aus entsprechenden Fördertöpfen, „in einer Größenordnung von 1,6 Millionen Euro“. Heinrich wies hier darauf hin, auch als Begründung für die Dauer des Verfahrens, dass 75 Prozent dieser Mittel in einem Sonderprogramm für energetische Sanierung begründet seien, die restlichen 25 Prozent kämen aus Geldern für die Städtebauförderung. „Nun werden Sie fragen“, so Heinrich rhetorisch in Richtung des Ortsrates, „was der Städtebau damit zu tun hat?“. Hintergrund dieser Aufschlüsselung sei der Umstand, dass die Sanierung von Sanitäranlagen und weiterer baulicher Einrichtungen der Halle nicht mit Mitteln  für die energetische Erneuerung finanziert werden dürften. „Das ist nicht vorgesehen.“

So habe man sich für einen zweiten Fördermittelantrag für Gelder aus der städtebaulichen Sanierung entschieden. „Dazu war es notwendig herauszuarbeiten, dass die Saarpfalzhalle in das Ensemble hier städtebaulich hinein gehört.“ Schon diese Schilderungen ließen erahnen, dass man einige Klippen bei der Aquise der Mittel für die Sanierung hatte umschiffen müssen. Heinrich: „Jetzt ist der Bescheid da.“ Vor diesem Hintergrund habe es gerade am Donnerstag einen Ortstermin an der Halle gegeben, Schwerpunkte bildeten dabei die äußere Hülle und die Dachsanierung.

Das hörte sich für den Ortsrat eigentlich ganz gut an, Ernüchterung gab es dann allerdings, als Heinrich den Zeitplan für die Sanierung skizzierte. „Ziel ist es, dass wir bis Herbst dieses Jahres alle Hauptgewerke in der Planung durch haben, die Leistungsverzeichnisse stehen und wir dann vor diesem Hintergrund auch ausschreiben können. Ende diesen Jahres, Anfang nächsten Jahres sollen dann die Bauaufträge vergeben werden. Faktisch ab Januar, Februar 2019 sollen schließlich die Bauarbeiten durchgeführt werden. Ziel ist es, im Frühjahr 2020 die Halle, abhängig von den Witterungsverhältnissen, fertig zu stellen. Das ist der Grobplan.“ Vielleicht gelinge es aber auch, wie Heinrich in Aussicht stellte, die Dachsanierung schon in diesem Jahr zu realisieren.



Ortsvorsteher Karl Schuberth reagierte auf diesen Zeitplan mit Verwunderung. „Die Vereine fragen mich schon seit zwei Jahren, wann aufgrund der Sanierung ihre Trainingszeiten eventuell ausfallen werden. Wir hatten uns eigentlich gedacht, dass Sie uns heute erzählen, wie weit es mit den Ausschreibungen ist – in der Hoffnung, dass es schon im Sommer losgeht. Aber jetzt sind wir doch ein halbes bis ein Dreivierteljahr hinten dran. Gut, letztenendes spielt es keine Rolle, Hauptsache, es wird gemacht“, so der Ortsvorsteher weiter, der aber auch deutlich machte, dass man sich bei weiteren Verzögerungen „wahrscheinlich sehr ärgern“ werde.

Aus dem Rund der Ortsratsmitglieder kamen gleich mehrere Hinweise und Nachfragen, ob Änderungen noch möglich seien, gerade bei der Ausstattung der Halle im Bereich Sanitär, Stromversorgung, Abstellbereichen und Hallenteiler. Hier forderte der Projektsteuerer der Stadt alle Betroffenen dazu auf, entsprechende Wünsche schnellstmöglich an ihn zu richten. Zwar könne man die bestehenden Pläne jetzt nicht mehr komplett auf den Kopf stellen. Man werde aber umsetzen, was umzusetzen sei.

Und dann wiederholte Projektsteuerer Franz Heinrich noch mal seine Botschaft des Donnerstagabends: „Es geht jetzt los!“