| 16:21 Uhr

Renaturierungsarbeiten
Arbeiten am Erbach gehen weiter

Erbach. Im Januar wird zunächst gerodet. Weitere Arbeiten sollen im März beginnen. red

Der Erbach soll sein Betonkorsett verlieren. Daran wird bereits gearbeitet. Damit der natürliche Flusslauf wiederhergestellt werden kann, sind aber noch weitere Schritte notwendig. Im ersten Bauabschnitt wurde der Abschnitt vom Schmalauweg bis zum Eduard-Vollmar-Platz renaturiert. Jetzt wird in einem zweiten Bauabschnitt ab Ende Januar der Bereich vom Auslauf Möhlwoog bis zur Verrohrung an der Karlsberg-Brauerei renaturiert.



Die Renaturierung ist dabei die nötige Umwelt-Ausgleichsmaßnahme für den geplanten Bau der B-423-Umgehung, der B 423 neu. Eingriffe in Natur und Landschaft seien hier nicht vermeidbar, dies soll durch die naturnahe Umgestaltung des Erbach, als ökologische Ersatzmaßnahme ausgeglichen werden, erläuterte dazu die Stadverwaltung. Im ersten Bauabschnitt sei bereits der Abschnitt vom Schmalauweg bis zum Eduard-Vollmar-Platz renaturiert worden. Jetzt sei in einem zweiten Bauabschnitt ab Ende Januar der Bereich vom Auslauf Möhlwoog bis zur Verrohrung an der Karlsberg-Brauerei an der Reihe.

Auftraggeber der Maßnahme ist der Landesbetrieb für Straßenbau des Saarlandes (LfS). Die Maßnahmen seien in enger Abstimmung mit der Stadt Homburg geplant und durch das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz genehmigt. Die Gestattungen der durch die Maßnahme betroffenen Grundstückseigentümer liegen vor, hieß es weiter.

Durch die Gewässerrenaturierung werde dabei nicht nur der Eingriff in Natur und Landschaft durch die vorgesehene Straßenbaumaßnahme kompensiert, sondern es entstünden auch Synergieeffekte im Hinblick auf den Hochwasserschutz innerhalb der bebauten Ortslage. So ist vorgesehen, begradigte Gewässerabschnitte, dort, wo es möglich ist, zu verbreitern, Ufer- und Sohlbefestigungen zu entfernen und die Uferböschungen abzuflachen. Es werden naturnahe Gewässerschlingen angelegt, neue Hochwasserrückhalteflächen geschaffen und standortgerechte Gehölze angepflanzt, schreibt die Verwaltung.

Im Rahmen der Arbeiten wird im Januar in geringem Umfang im Planungsgebiet gerodet. Die Erdbau- und Sicherungsarbeiten im und entlang des Gewässerbettes sollen ab März beginnen.

Dabei werde es zu zeitweiligen Einschränkungen der Begehbarkeit oder auch zu zeitlich begrenzten Sperrungen von Wald- und Fußwegen, sowie Teilbereichen des Stadtparks kommen. Baustellenbeschilderungen sollten dabei unbedingt beachtet werden. Am Ende der Bauarbeiten werden die Bachläufe wieder auf komfortablen Wegen zu erleben sein, verspricht die Stadt Homburg.