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VHS
Arbeit der VHS zu wenig gewürdigt

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Mit der „langen Nacht der Wissenschaft“ ist am Freitag die Hochschulwoche zu Ende gegangen. Mitveranstalter neben der Stadt und der Medizinischen Fakultät ist bekanntlich die Homburger Volkshochschule – eine ehrenamtlich geführte Einrichtung, die Jahr für Jahr ein mehr als vorzeigbares Bildungsangebot präsentiert – und das nicht unter einfachen Vorzeichen. Von Peter Neuheisel

Seit Jahren kämpfen die VHS-Macher mit Leiter Willi Haßdenteufel um eine bessere finanzielle Ausstattung. Aber auch die Raumsituation ist schwierig. Beides verhindert, dass das Angebot an die Bürger noch erweitert werden kann. Gut, jetzt hat der Oberbürgermeister einen verbesserten Jahreszuschuss versprochen. Bisher gab es 40 000 Euro, künftig sollen es 47 000 Euro sein – zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Mit Verlaub: Die Summe ist  ein Witz, Stadt und Ratsmitglieder müssten sich eigentlich schämen. Das Ehrenamt wird hier zu wenig gewürdigt. 47 000 Euro verschlingen in anderen Volkshochschulen allein die Personalkosten. Und der städtische Haushalt weist sicherlich an anderer Stelle Investitionskosten auf, die es durchaus lohnt zu hinterfragen. Wie sagte Willi Haßdenteufel: Bildung kostet Geld, investiert man nicht, wird es an anderer Stelle teurer. Dem ist nichts hinzuzufügen.