Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

Alle Möglichkeiten werden geprüft

Homburg. Klar ist: Alle denkbaren Möglichkeiten der Streckenführung für den geplanten Autobahnanschluss Homburg-Ost werden geprüft. Ob über die Glantalbahn, vermag noch niemand zu sagen. Der LfS bevorzugt die Variante Erbach-Umgehung. Thorsten Wolf

Gerade in diesen Tagen diskutiert Bexbach und dort vornehmlich Kleinottweiler kritisch den Ausbau des Autobahnanschlusses Homburg /Bexbach (wir berichteten mehrfach). Am Höcherberg immer wieder als Lösung gegen eine Verkehrsverlagerung in Richtung Bexbach ins Spiel gebracht: ein zweiter Autobahnanschluss Homburg-Ost. Der ist thematisch ein echter Dauerbrenner, so auch nächste Woche, wenn der Homburger Stadtrat ein Bebauungsplanverfahren für diesen Anschluss auf den Weg bringen will.

Die pikante Frage: Plant Homburg nun eine Trassenführung auf der Route der alten Glantalbahn? Gerade diese von vielen in der Kreisstadt bevorzugte Variante hatte der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) als ausführende Behörde im Auftrag des Bundes in der Vergangenheit immer verworfen und sich stattdessen für einen Anschluss in Höhe der Erbach-Umgehung ausgesprochen. Diese unterschiedliche Betrachtungsweise wirft mit Blick auf die kommende Stadtratssitzung einige Fragen auf - Fragen, die wir gestern der Homburger Stadtverwaltung stellten. Im Detail konnte und wollte man im Homburger Rathaus den Fragenkatalog nicht beantworten, wohl auch mit Blick auf vielerlei Befindlichkeiten, die sich um den zweiten Homburger Autobahnanschluss ranken. So blieben viele Details noch ungeklärt, immerhin war die Antwort der Bauverwaltung vielwortig.

Die Zusammenfassung: Sofern der Stadtrat in der kommenden Woche grünes Licht für das Bebauungsplanverfahren gibt, sollen wie üblich die Öffentlichkeit und Behörden die Möglichkeit erhalten, sich an einem Entscheidungsprozess zu beteiligen, an dessen Ende die baureifen Pläne für einen Autobahnanschluss Homburg-Ost stehen. Und das einschließlich der Antwort auf die Frage, über welche Route der Weg hin zu diesem Anschluss führt. Also: Alles scheint möglich, das Verfahren soll ergebnisoffen bei Null anfangen. So verwunderte es nicht, dass das Wort "Glantalbahn" in der Stellungnahme der Stadt nicht vorkam. Denn: Augenscheinlich sollen wirklich alle denkbaren Möglichkeiten überprüft werden. Und: Mit dem Bebauungsplanverfahren soll frühzeitig ein maximal großes Maß der Beteiligung seitens betroffener Bürger gewährleistet werden - eine wohl weise Entscheidung, betrachtet man derzeit die Auseinandersetzungen in Bexbach .

Sollte das Verfahren der Stadt zu einer umsetzbaren Lösung führen und so in der Folge die übliche Bauleitplanung des LfS mit Zustimmung des Landes überflüssig machen, dann bleibt die fachliche und finanzielle Verantwortung für den Bau trotzdem weiterhin bei Bund und Land, die Stadt hätte in diesem Fall lediglich als eine Art Planungsbüro agiert. Allerdings könnten doch noch Kosten auf die Stadt zukommen, namentlich dann, wenn es sich bei der Zuwegung hin zum neuen Autobahnanschluss um eine städtische Straße handelt. Die müsste dann Homburg finanzieren. In allen andere Fällen lägen die Kosten für die Zufahrt beim Land oder Bund.

Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff grundsätzlich zum Vorgehen der Stadt: "Das Bebauungsplanverfahren dient dazu, bis zur Beschlussreife alle technisch, wirtschaftlich, eigentumsrechtlich wie auch umweltrechtlich machbaren und verkehrsfrequenten Planungsvarianten zu erarbeiten und abzuwägen." Ein klares Ziel dabei: Das Land als Baulastträger und die Stadtverwaltung sollen eng zusammenarbeiten.