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50 Jahre sind nur der Anfang

Pfarrer Markus Harry (links) und Dekan Pirmin Weber schauten sich beim Festakt die zum Jubiläum „50 Jahre Kuratie Maria Hilf“ erschienene, toll gemachte Festschrift an. Foto: Bernhard Reichhart
Pfarrer Markus Harry (links) und Dekan Pirmin Weber schauten sich beim Festakt die zum Jubiläum „50 Jahre Kuratie Maria Hilf“ erschienene, toll gemachte Festschrift an. Foto: Bernhard Reichhart FOTO: Bernhard Reichhart
Bruchhof-Sanddorf. Seit 50 Jahren besteht die Pfarrkuratie Maria Hilf in Bruchhof-Sanddorf. Aus diesem Grund kamen viele Freunde der Pfarrei zusammen, um dieses Jubiläum zu feiern. Die beiden Pfarrer Pirmin Weber und Markus Harry hatten allen Grund, auf eine erfolgreiche Zeit zurückzublicken. Bernhard Reichhart

Die katholische Pfarrkuratie Maria Hilf in Bruchhof-Sanddorf besteht seit 50 Jahren. Dankbarkeit für die vergangenen fünf Jahrzehnte, Erfahrung gegenwärtiger lebendiger Kirche und Zuversicht für das Kommende waren für die Gemeinde Anlass, dieses Jubiläum mit einem Festgottesdienst sowie einem anschließenden Festakt in der Kindertagesstätte Maria Hilf zu feiern. Musikalisch umrahmt wurde der von den beiden Pfarrern Pirmin Weber und Markus Hary gestaltete Gottesdienst von der Chorgemeinschaft Bruchhof-Sanddorf /Jägersburg unter der Leitung von Erika Schäfer sowie Professor Klaus Velten an der Orgel.

50 Jahre Kuratie seien 50 Jahre Unabhängigkeit der Gemeinde, die in der Zeit des zweiten vatikanischen Konzils zustande gekommen sei, erinnerte Pfarrgemeinderatsmitglied Anne Glowczynski im Gottesdienst an die Errichtung der Kuratie Maria Hilf mit Sitz in Bruchhof-Sanddorf . Die zum Jubiläum erschienene Festschrift "Umbruch und Aufbruch, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" enthalte einen historischen Rückblick und einen theologischen Ausblick, betonte Pastoralreferent Ansgar Hoffmann.

In seiner erfrischenden Festrede ging er jedoch auf manche Ereignisse während der vergangenen 50 Jahre ein, bei denen "Meilensteine entstanden sind, weil es Speyer so wollte", erklärte Hoffmann, der von 1995 bis 2001 als Pastoralreferent in Maria Hilf tätig war. Anhand von mehreren Telefonaten zwischen Bruchhof-Sanddorf und dem "ominösen" Speyer erinnerte er an die Errichtung der Kuratie Maria Hilf 1965, an den Wechsel der Zuständigkeiten bis hin zu einem Ausblick ins Jahr 2040. Was Gemeinde ausmache, entscheide nicht die Gemeindestruktur, so Hoffmann. "Wenn eine Gemeinde leben will, dann wird sie auch leben".

Wie lebendig eine Gemeinde sei, hänge von den handelnden Personen ab, meinte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind . Mit Blick auf den Titel einer "tollen Festschrift" wies er darauf hin, dass "auch die Gesellschaft stark im Umbruch ist und dass man nur gemeinsam einen Aufbruch voranbringen kann". Das Jubiläum 50 Jahre Kuratie Maria Hilf sei ein Grund zum Feiern und zum Nachdenken, erinnerte Dekan Pirmin Weber an die Gründung der Kuratie in einer Zeit des Umbruchs. Damals wollten die Menschen die Zukunft gestalten. "Die Kirche mit einer Gemeinde war und ist notwendig, Kirche ist gut gegen den Zeitgeist", betonte Weber: "Jede Gemeinde ist ein Brückenkopf von Menschlichkeit, denn es geht um die Menschen". Pfarrerin Petra Scheidhauer von der protestantischen Schwestergemeinde verwies auf die tiefe Verbundenheit und die gute Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Christian und Jürgen Weyers. Auf großes Interesse stießen die Fotowände; sie luden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich zu erinnern, aber auch die Zukunft der Gemeinde im Blick zu behalten.


Zum Thema:

Auf einen Blick Im Rahmen des Jubiläumsjahres 50 Jahre Kuratie Maria Hilf findet am Dienstag, 17. März, 15 Uhr, ein Treffen der Frauengemeinschaft im Haus Benedikt statt. Unter dem Titel "Wie war das? — Bilder, Dokumente und Erzählungen aus 50 Jahren Gemeinde Maria Hilf" wird Gerhard Schnorrenberger Einblicke in viele Stationen des Gemeindelebens geben. Eingeladen zu diesem Nachmittag sind neben der Frauengemeinschaft alle am Gemeindeleben des vergangenen halben Jahrhunderts Interessierten. Zum Jubiläum ist auch eine von Gerhard Schnorrenberger gestaltete Festschrift erschienen. re