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Fechten
Noch einmal mit dem Degen kämpfen

HOMBURG. Zum Jubiläum ließ sich Norbert Feß nicht zwei Mal bitten. Er griff beim 50. Turnier der Fechtabteilung des TV Homburg wieder zum Degen. Von Stefan Holzhauser

Das 50. Karlsbergturnier der Fechtabteilung des TV Homburg hatte am vergangenen Sonntag auch noch einmal etliche Fechterinnen und Fechter in die Sport- und Spielhalle der Robert-Bosch-Schule gelockt, die bereits früher vor Ort gewesen waren. Bereits am Tag davor hatte es in der Brauerei ein großes Event gegeben, in dessen Rahmen Turniergästen aus 50 Jahren noch einmal die Entwicklung dieser Traditionsveranstaltung mit all ihren Höhepunkten veranschaulicht wurde.


Norbert Feß ist mittlerweile 68 Jahre alt und hatte bereits mit 18 Jahren am ersten Turnier teilgenommen. Später war der Homburger Fechter lange Zeit in die Turnierorganisation eingespannt. Und am vergangenen Wochenende führte er zunächst durch die Gala, um sich dann sonntags mit den zum Teil erheblichen jüngeren Konkurrenten sportlich zu messen. „Das war früher eine riesige Veranstaltung hier, mit 150 Teilnehmern. Damals ging es noch über zwei Tage. Heute ist es aufgrund mehrerer Umstände nur noch ein Turnier mit 42 Sportlerinnen und Sportlern“, sagte Feß. Unter anderem hätte das G8 viele Nachwuchsfechter zeitlich davon abgebracht, diesem Sport nachzugehen.

Der 68-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass die Gala und das Turnier für ihn etwas ganz Besonderes gewesen seien. „Ich war ungefähr die ersten 30 Veranstaltungen selbst aktiv als Sportler mit dabei, ehe es mich in die Organisation verschlagen hat. Am 50. habe ich es mir nicht nehmen lassen, noch einmal selbst zu starten. Ich bin damit der einzige Teilnehmer, der beim ersten und 50. Turnier mit dabei war“, meinte Feß. Der älteste Teilnehmer wurde letztlich 20. unter 25 Degenfechtern.



Die Galaorganisation hätte ihm sehr zu schaffen gemacht. „Ich musste ja einen Querschnitt von 50 Jahren Turnier finden. Es gab nur eine begrenzte Teilnehmerzahl von 60 Personen“, berichtete der routinierte Fechter. Noch in der Nacht vor dem Event hätte er noch einmal seine Rede überarbeitet, um bloß nichts Wichtiges zu vergessen. Letztlich sei es eine sehr positive Veranstaltung gewesen. Sogar Karlsberg-Chef Christian Weber hätte es sich trotz anderweitiger wichtiger Termine nicht nehmen lassen, vorbeizuschauen.