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Fußball
„100 Punkte wollen wir knacken“

Homburg. Der FC Homburg hat heute Tabellenschlusslicht SV Saar 05 zu Gast – und hat ein neues Ziel. Von Ralph Tiné

Die bis dahin 24 Spiele andauernde Siegesserie des FC Homburg ist mit dem 1:1 beim FV Eppelborn am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Die von Spielern und Fans erträumte perfekte Saison mit der Maximalpunktzahl von 108 Zählern ist somit nicht mehr möglich. Doch der souveräne Tabellenführer, dem der Aufstieg angesichts von satten 16 Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz ohnehin kaum noch zu nehmen ist, hat bereits ein neues Ziel ausgemacht. „Eine dreistellige Punktzahl zu erreichen, ist definitiv das Ziel. Die Marke von 100 Punkten wollen wir knacken“, sagt Tom Schmitt. Der Angreifer stellt auch klar: „Wir haben in Eppelborn nicht verloren. Das heißt, unsere Serie ohne Niederlage wollen wir natürlich auch beibehalten.“


Trotz der 1:2-Pokalniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken und dem überraschenden Punktverlust in der Liga vier Tage später ist das Selbstvertrauen bei den Saarpfälzern enorm hoch. „Das Pokalspiel gegen Saarbrücken war für uns das Spiel des Jahres. Es kann schon sein, dass danach die Spannung etwas weg war“, sagt Schmitt. Nun sieht der 21-Jährige den FCH aber wieder voll auf Kurs: „Wir wissen, dass wir in der Oberliga jedes Spiel gewinnen, wenn wir voll konzentriert zur Sache gehen.“ Das soll als nächstes der SV Saar 05 zu spüren bekommen. Das Tabellenschlusslicht aus der Landeshauptstadt gastiert am heutigen Freitag um 19 Uhr im Homburger Waldstadion.

Die Chancen, dass der FCH gegen Saar 05 wieder auf seine beiden besten Stürmer Patrick Dulleck und Konstantinos Neofytos, die in Eppelborn verletzungsbedingt fehlten, zurückgreifen kann, sind eher bescheiden. „Kosta leidet an einer Prellung an der Hüfte und kann am Freitag sicher nicht dabei sein“, sagt Jürgen Luginger. Auch bei Toptorjäger Dulleck ist der FCH-Trainer skeptisch. Aufgrund von Problemen in der Kniekehle konnte der 19-Tore-Mann am Mittwoch erstmals leichtes Training absolvieren. Mit Kai Hesse steht ein anderer Stürmer nach eigener Ansicht in den Startlöchern, um die Lücke zu füllen. „Ich glaube, dass ich jetzt wieder eine Alternative bin. Ich denke, ich habe meinen Fitnesszustand wieder an den der Mannschaft angepasst und hoffe, dass ich am Freitag dabei sein kann“, sagt der Stürmer, der wegen einer Knieoperation acht Monate pausieren musste. Luginger sieht die Sache allerdings anders. „Kai ist mit Sicherheit noch nicht soweit, dass er am Freitag zum Einsatz kommen könnte“, bremst der Trainer den ungeduldigen Rückkehrer. Entscheidet sich Luginger für einen Zwei-Mann-Sturm stehen die Chancen für Jens Meyer gut, an der Seite von Schmitt zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf zu stehen. Der 21-Jährige Angreifer hatte seit seinem Wechsel vom FCS in die Saarpfalz vor dieser Saison immer wieder Probleme mit Verletzungen und Erkrankungen. In Eppelborn feierte Meyer mit einem 20-minütigen Kurzeinsatz sein Debüt in der Liga. „Für Jens war es in dieser Saison ein ständiges Auf und Ab. Aber jetzt ist er voll belastbar“, macht ihm sein Trainer Hoffnung.