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100 Jahre Schießhaus Sanddorf

Das Schießhaus in Sanddorf ist die Vereinsherberge des ältesten Homburger Vereins, der Schützengesellschaft. Foto: Bernhard Reichhart
Das Schießhaus in Sanddorf ist die Vereinsherberge des ältesten Homburger Vereins, der Schützengesellschaft. Foto: Bernhard Reichhart
Homburg. Mit ihren 160 Jahren ist die Schützengesellschaft 1849 Homburg der älteste Verein in Homburg. Am Sonntag, 17. Mai, feiert der traditionsreiche Verein den 100. Jahrestag der Einweihung des Schießhauses in Sanddorf mit einem Tag der offenen Tür. Die Gründung des Vereins geht auf einen Stadtratsbeschluss vom 5. Februar 1849 zurück Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Homburg. Mit ihren 160 Jahren ist die Schützengesellschaft 1849 Homburg der älteste Verein in Homburg. Am Sonntag, 17. Mai, feiert der traditionsreiche Verein den 100. Jahrestag der Einweihung des Schießhauses in Sanddorf mit einem Tag der offenen Tür. Die Gründung des Vereins geht auf einen Stadtratsbeschluss vom 5. Februar 1849 zurück. Wie Willi Handorn, seit zehn Jahren Vorsitzender der Schützengesellschaft, erzählt, sei die Schützengesellschaft aus der Bürgerwehr von Homburg entstanden. Die erste Erwähnung einer Bautätigkeit datiert aus dem Jahr 1850, als die so genannte Ginsterhütte errichtet wurde. 1899 folgte der Neubau einer Schießhalle. Da man gezwungen war, die alten Schießanlagen auf dem Unigelände aufzugeben, kaufte die Schützengesellschaft 1908 das heutige Schießgelände von der Stadt Homburg. Nach der Grundsteinlegung im September 1908, folgte 1909 die Einweihung. Der Saal wurde als Versammlungsraum und zugleich als Schießhalle genutzt. Das Schießen auf die Feld- und Standscheiben bis 300 Meter Entfernung erfolgte durch die hoch gezogenen Fenster im Vereinshaus. Im Laufe der Jahre wurde die Halle durch einen Anbau vor den Saal verlegt. Als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb 1943 völlig eingestellt. Erst 1950 wurde die Schützengesellschaft wieder als Sport treibender Verein zugelassen. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt vom Ausbau der Schießanlagen, der Pistolenstände sowie den Gaststättenanbau. 1974 wurden die Wurftaubenanlage für Trap und Skeet, ab 1988 die neue Luftgewehrhalle und die Bogenschießhalle errichtet. Das insgesamt 10 000 Quadratmeter große Areal am Schießhaus, das die Schützengesellschaft vom Forst gekauft hatte, entspreche den neuesten Anforderungen, so Oberschützenmeister Handorn. Heute biete der Verein mit Ausnahme 300 Meter alles an, was geschossen werde. Als Paradedisziplin bezeichnet Handorn das Schießen auf die laufende Scheibe. Die seit 1994 eingestellte Wurfscheibenanlage wurde mittlerweile in einen Bogenplatz bis 90 Meter Entfernung umgewandelt. "Bogenschießen hat sich vor allem im Nachwuchsbereich erfreulich positiv entwickelt", berichtet Handorn. Als einen der sportlichen Höhepunkte in der Vereinsgeschichte bezeichnete er den Olympiasieg von Michael Jakosits 1992: "Die Goldmedaille war nicht nur eine Auszeichnung für die Leistung des Schützen, sondern zeigt auch, dass der Verein die erforderlichen Voraussetzungen für Spitzenleistungen schafft". Aktuelle Beispiele für die gute Förderung sind die beiden Deutschen Meister Jan und Kai Busch mit insgesamt sieben Medaillen im Einzel und mit der Mannschaft.


Auf einen BlickDie Schützengesellschaft 1849 Homburg besteht seit 160 Jahren. Vorsitzender des 230 Mitglieder - darunter annähernd 150 Aktive - zählenden ältesten Homburger Vereins ist seit 1998 Willi Handorn. Am Sonntag, 17. Mai, feiert die Homburger Schützengesellschaft ab elf Uhr den 100. Jahrestag der Einweihung ihres Schießhauses mit einem Tag der offenen Tür sowie einer großen Ausstellung mit Original-Urkunden und Plänen aus dem Jahr 1909. re