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Millionen für die Augenklinik
1,2 Millionen für neues Hornhautzentrum

Professor Berthold Seitz, der Leiter der Augenklinik, demonstrierte die Funktion der neuen Handspaltlampe. Bevor er eine Hornhaut transplantiert, kennt er das Auge des Patienten ganz genau. 
Professor Berthold Seitz, der Leiter der Augenklinik, demonstrierte die Funktion der neuen Handspaltlampe. Bevor er eine Hornhaut transplantiert, kennt er das Auge des Patienten ganz genau.  FOTO: Peter Nüske
Homburg/Saarbrücken. Die Stiftung der saarländischen Firma Faber-Kabel wird mit ihrer beachtlichen Finanzspritze dabei helfen, am Unklinikum ein neues Hornhautzentrum aufzubauen.

() Mit Stiftungsgeld kann man viel Positives bewirken. So wie jetzt an der Universitätsaugenklinik. Im Juli 2017 wurde zwischen der gemeinnützigen Klaus-Faber-Stiftung und dem Direktor der Augenklinik in Homburg, Professor Berthold Seitz, die weitere Stärkung des Arbeitsschwerpunktes Hornhauterkrankungen  erörtert.



Die Klaus-Faber-Stiftung ist Gesellschafter der Firma Klaus Faber mit Sitz in Saarbrücken, auch bekannt unter „Faber-Kabel“. Die Stiftung unterstützt geeignete Projekte der forschenden und angewandten Medizin.

Hornhauterkrankungen bis hin zur Hornhauttransplantation stellen neben anderen Themen einen der Schwerpunkte des Teams um Professor Seitz dar. Allein im Jahr 2017 wurden in Homburg 504 Hornhautverpflanzungen durchgeführt, damit ist man auf dem dritten Platz in ganz Deutschland.

Professor Seitz hatte die Idee zu einer Gründung eines „Zentrums für Hornhauterkrankungen mit Integration der LIONS Hornhautbank“. Dabei sollten alle Gesichtspunkte der Beschäftigung mit Hornhauterkrankungen bis zur Hornhauttransplantation in diesem neu zu schaffenden Zentrum gebündelt werden. Die seit 18 Jahren bestehende Hornhautbank  sollte innerhalb dieses Gesamtkonzeptes als wichtiger Baustein eingegliedert werden.

Dieses Projekt, so Seitz, würde einen weiteren Leuchtturm der medizinischen Versorgung des Saarlandes darstellen, von dem Patienten der Region und der Großregion profitieren könnten.

Ein entsprechender Antrag mit detaillierter Projektbeschreibung wurde im August 2017 eingereicht und konnte sich gegen weitere Projekte durchsetzen. Im September 2017 wurden schließlich von der Klaus-Faber-Stiftung 1,2 Millionen Euro für die Einrichtung des „Klaus Faber Zentrums für Hornhauterkrankungen mit Integration der LIONS Hornhautbank“ gemäß Projektantrag zusagt.

Die Vertragsunterzeichnung wird am 22. Januar um in der Augenklinik stattfinden.