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Große Werke in St. Mauritius

Blieskastel. Im Rahmen der Musikfestspiele Saar findet am Samstag, 6. Juni, um 20 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Mauritius Lautzkirchen ein Konzert mit Werken von Leonard Bernstein, Aaron Copland und Samuel Barber statt

Blieskastel. Im Rahmen der Musikfestspiele Saar findet am Samstag, 6. Juni, um 20 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Mauritius Lautzkirchen ein Konzert mit Werken von Leonard Bernstein, Aaron Copland und Samuel Barber statt. Ausführende sind Radio Brass Saar, das Blechbläser-Ensemble des SR, Maria Szarvas, Harfe, Jörg Abbing, Orgel, Eva Leonardy, Sopran, Nina Spinner, Alt, Yves Hary, Tenor, Sebastian Benetello, Bass und das Collegium Vocale Blieskastel, die Leitung liegt in den Händen von Christian von Blohn. Aaron Copland (1900-1990), Samuel Barber (1910-1981) und Leonard Bernstein (1918-1990) sind wahrscheinlich die ersten Namen, an die man denkt, wenn man nach nordamerikanischen Komponisten gefragt wird. Coplands Werk umfasst dabei neben ernsten Stücken auch Filmmusik. Seine Fanfare "For the Common Man" aus dem Jahr 1942 ist ein ausgesprochen populäres Stück. Das "Agnus Dei" geht auf eine Komposition Samuel Barbers zurück, die ursprünglich für Streicher gedacht war und in der Mediengeschichte vor allem dadurch Berühmtheit erlangte, dass sie - wie aus innerer Notwendigkeit heraus - bei traurigen Anlässen wie etwa bei der Berichterstattung zum 11. September 2001 gespielt wird. Die Fassung für achtstimmigen Chor, die die weiten Spannungsbögen gut zur Geltung bringt, wurde von Barber selbst erstellt. Der Name der Chichester Psalms geht zurück auf ein kirchenmusikalisches Festival, das 1956 in der südenglischen Stadt Chichester stattfand. Nach einem Sabbatjahr, in dem Leonard Bernstein sich unter anderem mit der Zwölftontechnik beschäftigte, kehrte er mit dem Wunsch nach musikalischer Aufrichtigkeit zu seinem persönlichen Stil zurück. Das Werk besteht aus drei Sätzen und wird von einem markanten fünftönigen Motiv eingerahmt. Der 100. Psalm "Jauchzet dem Herrn, alle Lande" bekommt durch einen ungeraden Takt eine lebendige, fast swingende Anmut. Die Spirituals sind Michael Tippetts Oratorium "A Child of our Time", "Ein Kind unserer Zeit", entnommen. Das Werk entstand zwischen den beiden Weltkriegen und mahnt Friedfertigkeit und Humanität an. Die Spirituals übernehmen innerhalb des Werkes ähnliche Funktion wie die Choräle in Bachs Passionen: Sie unterbrechen den Handlungsablauf und geben Gelegenheit, das Geschehene zu überdenken. Musikalisch hat Tippett zwar die Original-Melodien verwendet, sie aber mit den Mitteln der abendländischen Musik für achtstimmigen Chor so gesetzt, dass ein eher oratorischer Eindruck entsteht. John Rutter steht ganz in der englischen Chortradition, in die er schon als Chorknabe eingeführt wurde. Seine Tonsprache verbindet diese Tradition mit eingängigen Melodien und farbigen Harmonien, wie sie auch im Jazz verwendet werden. Sie bewegt sich damit zwar abseits von der musikalischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, findet aber dennoch zu einer vom Text inspirierten Aussagekraft, die das Publikum unmittelbar anspricht, ohne oberflächlich zu sein. Das dreisätzige "Gloria" geht auf das Jahr 1974 zurück.Karten zum Preis von zehn Euro sind beim beim Verkehrsamt Blieskastel, Zweibrücker Straße 1, Telefon: (06842) 926 13 14 erhältlich. Man kann auch eine Mail schreiben: verkehrsamt@blieskastel.de oder man kauft sein Ticket direkt an der Tageskasse. red