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Gersheim
Wenn sich Schüler vieler Nationen treffen

Die Teilnehmer der trinational ausgerichteten Projektwochen im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus.
Die Teilnehmer der trinational ausgerichteten Projektwochen im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus. FOTO: Frank Grandjean/Spohns Haus
Homburg/Gersheim. Die trinationalen Projektwochen in Spohns Haus fördern seit vielen Jahren Begegnung untereinander und Lernen im Dialog. red

Alle Jahre wieder finden traditionell zum Ende des Jahres die trinational ausgerichteten Weihnachtsprojektwochen im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus statt.



Einen besonderen Gast durften die Schülerinnen und Schüler aus Mandelbachtal, Lancut (Polen) und Drohobytch (Ukraine) dabei begrüßen. Der Staatssekretär und Europabevollmächtigte des Saarlandes Roland Theis nutzte die Gelegenheit zu einem Besuch der Gersheimer Bildungseinrichtung und verschaffte sich einen Eindruck der dort geleisteten Begegnungsarbeit. Als eines der wichtigsten Feste im Christentum wird Weihnachten weltweit gefeiert.

Doch wie wird das Fest der Geburt Jesu Christi in anderen Ländern begangen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo liegen die Unterschiede? Dieser spannenden Frage gingen die Schüler der Mandelbachtalschule mit ihren Partnern aus Lancut und Drohobytch nach.

So stellten die jeweiligen Schulen die typischen Weihnachtsbräuche ihrer Länder vor und übten gemeinsam landestypische Lieder und Krippenspiele. Aber auch ernstere Themen wurden gemeinsam diskutiert und so beschäftigte man sich in den Workshops „Merry NIXmas – mehr Zeit statt Zeug“ und „Unser Weihnachtskonsum und seine Folgen“ mit den Auswirkungen des alljährlichen Weihnacht-Shoppingwahns für Gesellschaft und Umwelt.

Staatssekretär Roland Theis betonte in seinem Grußwort an die Jugendlichen die Bedeutung solcher Austauschprogramme: „Begegnungen von Jugendlichen, das Knüpfen neuer Freundschaften über Ländergrenzen hinweg, das ist gelebtes Europa. Ich bin dankbar, dass Spohns Haus mit seinen Jugendfreizeiten diesen multinationalen Austausch intensiv fördert.“

Zum Ende der Projektwoche stand für die Teilnehmer auch noch eine Tagesfahrt nach Straßburg auf dem Programm. Neben dem Besuch der dort ansässigen europäischen Institutionen und dem Straßburger Münster konnte auch der bekannte Weihnachtsmarkt von den Schülern erkundet werden. Spohns Haus, das Ökologische Schullandheim Gersheim, ist die zentrale Umweltbildungseinrichtung in der Biosphärenregion Bliesgau. Schulklassen verbringen hier Projektwochen zu verschiedenen Umweltbildungsthemen, stets ausgerichtet an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Darüber hinaus fungiert Spohns Haus als Jugendbegegungsstätte für den europäischen Jugendaustausch und führt zahlreiche Projekte mit Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich, Polen und weiteren europäischen Ländern durch, heißt es in einer Mitteilung.