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Wenig Begeisterung für Französisch

Gersheim. Französisch als erste Fremdsprache kommt für viele Eltern nicht in Frage. Das bekam die Schulleitung bei den Anmeldungen für den Fremdsprachenunterricht zu spüren. Trotzdem wird es zwei Französischklassen geben. bea

Die Gemeinschaftsschule Gersheim kann im kommenden Schuljahr mit vier Klassen an den Start gehen, zwei Französischklassen und zwei Englischklassen. So erfreulich das Ergebnis für die Schule ist, so schwierig war es nach Angaben der Schulleitung, die Anmeldungen bei den Fremdsprachen halbwegs gleich zu verteilen, da die meisten Eltern Französisch als erste Fremdsprache strikt abgelehnt hatten.

Und so musste die Schule eine erhebliche Überzeugungsarbeit leisten. Widerstände gegen das Fach hatte es auch in der Vergangenheit gegeben, eine so große Ablehnung wie in diesem Jahr ist dem Schulleitungsteam bei den Anmeldegesprächen noch nie entgegengeschlagen, für eine Schule mit Bilingualangebot in Französisch eine herbe Enttäuschung. Weder Hinweise auf die Grenznähe und damit auf wirtschaftliche Notwendigkeiten und Chancen, noch auf die geplante Frankreichstrategie des Landes konnten überzeugen.

Bei den Eltern herrscht der Tenor vor, dass Englischkenntnisse wichtiger sind als Französischkenntnisse. Immer wieder wurden in den Anmeldegesprächen auch die DELF-Prim-Prüfungen in Französisch an den Grundschulen genannt, die von den Eltern eher als abschreckend denn als motivierend empfunden werden. "Ob man die Erfahrungen, die wir an unserer Schule mit diesem Problem gemacht haben, verallgemeinern kann, wissen wir nicht", so die stellvertretende Schulleiterin Gabriele Dippel etwas ratlos. Letztlich sei es der Schule gelungen mit viel Überzeugungsarbeit, aber ohne den Elternwillen zu beugen, so viele Schüler für Französisch zu gewinnen, dass wieder zwei Klassen gebildet werden können. Ob Schüler und ihre Eltern auch auf Dauer davon überzeugt sind, dass sie die richtige Wahl getroffen haben, wird nicht nur von der Qualität des Unterrichts abhängen, so Dippel.