| 20:16 Uhr

Herbitzheim
Frauen Sloweniens im Mittelpunkt

 Die Frauen präsentieren slowenische Besonderheiten vor dem Altar der Herbitzheimer Barbarakirche.
Die Frauen präsentieren slowenische Besonderheiten vor dem Altar der Herbitzheimer Barbarakirche. FOTO: Wolfgang Degott
Herbitzheim. 70 Teilnehmer kamen in Herbitzheim zusammen, um einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Anlass dafür war der Weltgebetstag.

Mit dem slowenischen „Dober dan!“ (Guten Tag) wurden die rund 70 Teilnehmer, darunter auch einige Männer, von der geistlichen Leiterin der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Susanne Karl begrüßt, die zum Weltgebetstag in der Herbitzheimer St. Barbara-Kirche zusammentrafen, um gemeinschaftlich einen ökumenischen Gottesdienst abzuhalten.


Der Weltgebetstag ist eine der größten ökumenischen Laienbewegungen von Frauen, der in Deutschland zum 70. Mal begangen wurde. Jeweils am ersten Freitag im März findet der Austausch mit Frauen in der ganzen Welt statt, die damit eine sichtbare Gemeinschaft bilden. Diesmal standen die Frauen Sloweniens im Mittelpunkt. Das Motto lautete „Kommt, alles ist bereit“, eine Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14.

Vor dem Altar in Herbitzheim war ein Tisch mit den typischen Landesfarben weiß-blau-rot aufgebaut. Darauf standen eine Kerze, daneben einige Produkte wie Honig, Salz, Brot und Rosmarin sowie Potica (Nusskranz). Erklärt wurde unter anderem auch das Titelbild der Gottesdienstbroschüre zum Weltgebetstag. Es stammt von Künstlerin Rezka Armus. Vier Kinder sind ein Teil des Bildes, die sich auf den Weg zur Festtafel machen. Sie symbolisieren den Rand der slowenischen Gesellschaft. Am oberen Bildrand bewegen sich Frauen in slowenischer Tracht. Darunter steht das Festmahl auf einem halbrunden Tisch mit einem bestickten Tuch aus der Heimat der Künstlerin, die fast blind ist. Bei gutem Licht sieht sie gerade mal fünf Prozent.



Das zehnköpfige Vorbereitungsteam hatte die Liturgie vorbereitet, die von der Gitarrengruppe „Saitenklänge“ mit ihrer Leiterin Susanne Kempf musikalisch begleitet wurde.

In der Kollekte und den Spenden kamen 600 Euro zusammen, die dem Weltgebetskonto zur Verfügung gestellt werden. 2017 kamen in Deutschland über 2,8 Millionen Euro für Hilfsprojekte zusammen. Nach der gemeinsamen Feier im Gotteshaus, setzten sich alle noch im Jugendheim zusammen. Dort durfte geschlemmt werden.

Evangelische und katholische Frauen hatten gemeinsam fleißig gebacken, sich dabei an slowenische Rezepte gehalten. Alle probierten gerne, was Frauen in Slowenien sich üblicherweise gerne schmecken lassen. Das Land auf dem Balkan ist mit rund zwei Millionen Einwohnern eines der kleinsten Länder der Europäischen Union. 60 Prozent davon sind katholisch. In der Hauptstadt Ljubljana leben 280 000 Menschen. Slowenien gilt als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt.

Der Weltgebetstag prägte alle anderen Gemeinden der Pfarrei Heilig Kreuz. So wurde auch in Niedergailbach (für die Gemeinde Reinheim/Niedergailbach) im Generationentreff, in Gersheim (für die Gemeinde Gersheim/Walsheim) im Kulturhaus Gersheim, in Medelsheim (für die Gemeinden Medelsheim/Utweiler und Brenschelbach) im Pfarrheim St. Martin Medelsheim, an das Weltgebetsland im Gebet erinnert, das über 24 Stunden lang um den Erdball wandert und Frauen in mehr als 120 Ländern der Welt miteinander verbindet.

(ott)