| 20:27 Uhr

Medelsheim
Salutschüsse zur Markteröffnung

Die „Macher“ des Jakobsmarktes von Medelsheim (von links) Peter Krämer, Vorsitzender des Fördervereins, Heike Hahn, Konrad Hahn, Marktmeister Albert Wack, Markus Fuchs, Sandra Fuchs, Hans-Jürgen Krämer und Löschbezirksführer Jörg Welsch, präsentieren das Plakat.
Die „Macher“ des Jakobsmarktes von Medelsheim (von links) Peter Krämer, Vorsitzender des Fördervereins, Heike Hahn, Konrad Hahn, Marktmeister Albert Wack, Markus Fuchs, Sandra Fuchs, Hans-Jürgen Krämer und Löschbezirksführer Jörg Welsch, präsentieren das Plakat. FOTO: Wolfgang Degott
Medelsheim. An diesem Sonntag geht der Jakobsmarkt in Medelsheim in seine bereits 20. Auflage. Von Wolfgang Degott

Nach dem Start 1999 feiert der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Medelsheim an diesem Sonntag, 15. Juli, seinen 20. Jakobsmarkt. Dann werden ab 10 Uhr rund 140 Händler wieder ein abwechslungsreiches Angebot bieten, werden wieder Tausende von Besuchern in das Parr-Dorf pilgern. Im Schatten der Martinskirche werden erstmals die Böllerschützen des Schützenclubs Enzian Reinheim um die Mittagszeit mit Salutschüssen weithin von dem Ereignis künden. Um 16 Uhr, auch dies ist ein Novum während der Jakobsmarktgeschichte, ist ein WM-Finale auf einer Großbildleinwand zu sehen. Bis dahin wird Marktmeister Albert Wack schon seine „Stellplatzmiete“ kassiert, aber auch schon Buchungen für 2019 in der Tasche haben.


„In den letzten Jahren waren es immer ungefähr 80 Prozent der Händler, die schon gleich ihr Wiederkommen im nächsten Jahr gebucht hatten“, so der 54-Jährige. Er hat das Amt vor fünf Jahren von Otmar Vogelgesang übernommen, der gemeinsam mit Pirmin Faber die Triebfeder war, dass überhaupt wieder ein Jakobsmarkt in Medelsheim installiert werden konnte. Peter Krämer, Vorsitzender des 2003 gegründeten Fördervereins, weiß zu berichten, dass die Geschichte bis ins Jahr 1535 zurückreicht, als er in einer Rechnung des Amtes Medelsheim als „Ulrichmarkt“ vermerkt worden war.

Als Reminiszenz an den späteren Landesherrn, den Grafen Jakob von Bitche, wurde das Markttreiben vom 4. Juli (St. Ulrich) auf den 24. Juli (St. Jakob) verlegt und blieb bis in die 1970er Jahre existent. Der Männergesangverein übernahm es als Jakobsfest, musste jedoch auch aus Mangel an Helfern 1996 aufhören. 1999 setzte die Feuerwehr die Tradition fort, veranstaltete zum 18. Juli den ersten Markt „der Neuzeit“. Nachdem anfangs ein Tag gefeiert wurde, folgte wenige Jahre später ein zweiter Tag. Alljährlich kümmert sich ein Festausschuss, bestehend aus Peter Krämer, Löschbezirksführer Jörg Welsch sowie Hans-Jürgen Krämer, Thomas Hunsicker, Konrad Hahn und Markus Fuchs, dass die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden. Etwa mit Hilfe der Feuerwehr die 300 Plakate von Habkirchen bis Homburg, in der Pfalz und auch in Frankreich verteilt werden oder dass am Markttag um fünf Uhr mit dem Einweisen der Händler in der Burg- und in der St. Martin-Straße begonnen werden kann und danach rund 60 Helfer für das leibliche Wohl sorgen können.

Auch die Festküche, betrieben von Dietmar „Diddel“ Schreiber und seinem Team, wird wieder eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Grillschinken sowie Schnitzeln zukommen. Dabei kann sich jeder aus verschiedenen Gerichten ein individuelles Menü zusammenstellen. Dazu kommen zum Dessert selbst gebackene Kuchen, wie auch in den Marktgassen allerlei und für jeden Gaumen geboten wird. Zu erleben sind auch Handwerker, denen bei ihren Tätigkeiten zugeschaut werden kann.

Dazu gesellt sich auch wieder der Flohmarkt mit Teilnahmemöglichkeit auch für Kinder und den Bauernmarkt mit großer Auswahl an Eigenerzeugnissen, auch aus einheimischer Produktion. Die von Pirmin Faber aus Riesweiler konstruierte Freiluftkegelbahn nimmt wieder ihren Betrieb auf. Am Montag, 16. Juli, wird ab 17 Uhr gemütlich gefeiert. Dann beginnt das Schafkopfpreisturnier, bei dem die gesamten Startgebühren an die Mitspieler ausgezahlt werden. Um 19 Uhr startet das Schätzspiel, bei dem es Einkaufsgutscheine zu gewinnen gibt.