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Blick ins Gersheimer Kulturhaus, in dem rund 170 Teilnehmerinnen aus 14 Ortsverbänden der Landfrauen mit einem reichhaltigen Frühstück versorgt wurden. Fotos: Degott
Blick ins Gersheimer Kulturhaus, in dem rund 170 Teilnehmerinnen aus 14 Ortsverbänden der Landfrauen mit einem reichhaltigen Frühstück versorgt wurden. Fotos: Degott
Gersheim. Rund 170 Teilnehmerinnen aus 14 Vereinen des Kreisverbandes Saarpfalz nahmen am elften Kreislandfrauentag teil. Die Gersheimer Landfrauen unter der Leitung von Margot Schneider-Fontana hatten den Rahmen dafür geschaffen und sorgten dafür, dass im Kulturhaus ein reichhaltiges Frühstücksbüfett aufgebaut war Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Degott

Gersheim. Rund 170 Teilnehmerinnen aus 14 Vereinen des Kreisverbandes Saarpfalz nahmen am elften Kreislandfrauentag teil. Die Gersheimer Landfrauen unter der Leitung von Margot Schneider-Fontana hatten den Rahmen dafür geschaffen und sorgten dafür, dass im Kulturhaus ein reichhaltiges Frühstücksbüfett aufgebaut war. Für den kulturellen Höhepunkt des Vormittags sorgte das Altheimer Frauenkabarett "Die Tollkirschen". Die fünf Künstlerinnen Marliese Wolter, Margit Schillo, Stephie Albrecht, Christel Görgen und Uta Gläser hatten einen Mix aus ihrem ersten Programm "Jetzt sind wir dran!" und neuen Sequenzen mitgebracht. Hedwig Garbade, Landesvorsitzende der Saarlandfrauen, freute sich, dass es wieder gelungen war, nach 2005, damals in Einöd, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Sie biete die hervorragende Chance zur Außendarstellung, aber auch zur Kommunikation und zum Austausch. Warum das diesjährige Bundesmotto der Landfrauen Mitgliedergewinnung und Mitgliederbindung heiße, untermauerte Garbade mit eindruckvollen Zahlen, die unterstrichen, dass aktive Werbung vonnöten sei. Als größter unabhängiger Frauenverband Deutschlands zähle man bundesweit zwar rund 500 000 Mitglieder, doch sei die Entwicklung im Saarland rückläufig. 1957, nach der Gründung des ersten Ortsverbandes in Böckweiler, habe sich die Landfrauenidee nach Merzig-Wadern und St. Wendel verbreitet. Der Zenit sei in den 1980er Jahren mit rund 5000 Mitgliedern in 80 Ortsvereinen erreicht worden. Seither verliere man ständig an Personal. Es gelte, aktiv auf die Menschen zuzugehen, auf die Arbeit erfolgreicher Vereine, wie beispielsweise in Gersheim zu blicken, hinzuweisen und davon zu lernen. A und O attraktiver Landfrauenarbeit sei das Angebot. Hier müssten Strukturen auf Kreis- und Landesebene besser genutzt, von den Basisorganisationen transportiert werden, aber auch die Zusammenarbeit untereinander mehr gepflegt werden. "Wenn ich euch sehe, geht mir das Herz auf", so die Kreisvorsitzende Gabi Andes aus der Gersheimer Ortschaft Medelsheim. Sie dankte der Gersheimer Vorsitzenden, die die Idee zum Frauenfrühstück hatte, damit die Teilnehmerinnen schlemmen konnten wie ein Kaiser. Albert Bolt, der als Kreisbeigeordneter die Landfrauen als "Inkarnation des Zusammengehörens" bezeichnete, lobte ihre Arbeit. Viele Vereine würden in kleinen Dörfern der Region nicht nur einen wichtigen Kulturträger darstellen, sondern auch oft das dörfliche Zusammenleben tragen. Er rief dazu auf, in einer Zeit der fortschreitenden Individualisierung der Gesellschaft die Kooperation noch weiter zu verstärken, den Schulterschluss mit anderen Gruppierungen zu suchen. Die Aktivitäten der Landfrauen, insbesondere das breite Veranstaltungsangebot und Weiterbildungsmöglichkeiten seien ein besonderes Juwel im Vereinsleben unseres Dorfes, lobte die Gersheimer Ortsvorsteherin Waltraud Oberinger den Frauenverband, in dem sich viele ehrenamtlich engagierten.



GabiAndes
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