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Landrat wettert gegen geplante Erweiterung des Kalksteinbruchs

Rubenheim. Der Landrat des Saarpfalz-Kreises und Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau, Theophil Gallo , hat sich erneut gegen die geplante Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim um 27 Hektar ausgesprochen und sieht bei Verwirklichung der Pläne möglicherweise den Biosphärenstatus in Gefahr. Joachim Schickert

Der Landrat des Saarpfalz-Kreises und Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau, Theophil Gallo , hat sich erneut gegen die geplante Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim um 27 Hektar ausgesprochen und sieht bei Verwirklichung der Pläne möglicherweise den Biosphärenstatus in Gefahr.


Wie Gallo gestern erklärte, komme im Jahr 2019 das Unesco-Biosphären-Nationalkomitee ins Saarland, überprüfe zehn Jahre nach der Anerkennung auch die nachhaltig Entwicklung und könne der Biosphäre Bliesgau den Status aberkennen. Wie berichtet, hatte das saarländische Innenministerium Ende September die Erweiterung des Kalksteinbruchs grundsätzlich befürwortet. Wie Gallo gestern weiter erklärte, seien im Hinblick auf die Gewinnung von Rohstoffen Kriterien zu einer dauerhaft umweltgerechten Landnutzungsform zu beachten. Besonders hier bezweifele der Biosphärenzweckverband, dass die Produktionsweise und der Vertrieb des Steinbruchs immer diesen Grundsätzen folgen. Da der Steinbruchabbau in einem äußerst sensiblen Bereich, in direkter Nachbarschaft zu wertvollen Naturschutzgebieten, erfolge, sei penibel darauf zu achten, dass die benachbarten Flächen weder von Lärm, noch von Staub oder sonstigen Emissionen belastet würden, was bei einem Steinbruchbetrieb mit einem Abbaugebiet von 37 Hektar, der seine Zufahrt auch nur über Wege durch das Naturschutzgebiet realisieren könne, kaum möglich sei.

Ferner werde die Nachhaltigkeit beim Vertrieb des Produktes dann angezweifelt, "wenn wertvoller Kalkschotter aus dem Bliesgau in den Unterbau von Parkplätzen oder Straßen außerhalb des Bliesgaus unter Wert verkauft wird", so der Landrat. Auch passe ein Steinbruch mit Staub, Lärm und hoher Verkehrsbelastung nicht in das Konzept, den Bliesgau weiter für Touristen interessant zu machen.