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| 20:18 Uhr

Kulturen durch Musik einander näher gebracht

Gersheim. "Europa entsteht durch Begegnung in der gemeinsames Tun, positive Gefühle in praktische Politik umgesetzt werden," meinte Hans-Dieter Metz, einer der Gesellschafter der Europäischen Akademie Otzenhausen bei der zweiten musikalisch-literarisch-europäischen Soiree im ökologischen Schullandheim "Spohns Haus" in Gersheim Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Degott

Gersheim. "Europa entsteht durch Begegnung in der gemeinsames Tun, positive Gefühle in praktische Politik umgesetzt werden," meinte Hans-Dieter Metz, einer der Gesellschafter der Europäischen Akademie Otzenhausen bei der zweiten musikalisch-literarisch-europäischen Soiree im ökologischen Schullandheim "Spohns Haus" in Gersheim. Er sprach von einer persönlichen Bereicherung, die durch Begegnung entstehe und rief jeden dazu auf, den ihm eigenen Egoismus für eine dynamische Entwicklung zu nutzen. Während der Europawoche wohnten 65 Jugendliche aus der Ukraine, Polen, Italien, Frankreich und Deutschland in der Bliestalgemeinde und befassten sich dabei hauptsächlich mit dem Thema Biodiversität. Schullandheimleiter Hans Bollinger widmete den Abend dem ehemaligen polnischen Außenminister Bronislaw Geremek , der schon Schirmherr der Reihe "Begegnungen auf der Grenze" war und im letzten Jahr tödlich verunglückte. Saarlands Umweltminister Stefan Mörsdorf hob heraus, dass es sinnvoll sei, Europa nicht nur für die Intellektuellen zu erschließen, sondern auch Projekte anzubieten, in denen sich beispielsweise auch Handwerker austauschen könnten. Dem polnischen Generalkonsul in Köln, Andrzej Kaczorowski, gefiel der mehrtägige Aufenthalt im Bliestal so gut, dass er ankündigte, in Gersheim eine Außenstelle des Konsulats einrichten zu wollen. "Die Zusammenarbeit in dieser Region hat etwas Besonderes. Hier treffen sich junge Menschen. Hier ist Zukunft". Internationale GästeAus dem diplomatischen Chorps waren auch die italienische Konsulin in Saarbrücken, Dr. Susanna Schlein, der französische Generalkonsul in Saarbrücken, Philippe Cerf, und sein ukrainischer Amtskollege in Frankfurt, Oleksandr Novosolov, unter den Gästen, zu denen auch der deutsche Generalkonsul in Krakau, Dr. Thomas Gläser, und hochrangige Vertreter der Wojewodschaft Podkarpackie, mit dem das Saarland seit wenigen Tagen eine offizielle Partnerschaft pflegt, gehörten. Beim musikalischen Teil des Abends, der von Jochen Marmit moderiert wurde, trat auch die polnische Formation Kapela na dobry dzien auf, die Musik von den Karpaten an die Blies herüberschwingen ließ sowie das Duo Roger Siffer zusammen mit Gitarristen Manfred Pohlmann. Siffer, ein bekennender Europäer äußerte, dass Elsässer in Europa seien und ganz Europa im Laufe der Geschichte durchs Elsass gezogen sei. Schriftstellerin Stefanie Peter stellte Passagen aus dem Buch "Das Alphabet der polnischen Wunder", die kleine Enzyklopädie aktuellen Wissens über Polen versammelt und auch darin erwähnt, dass die Straßenbahnen in Krakau Helmuty heißen, benannt nach dem früheren deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl. Auch war eine Ausstellung von Mechthild Schneider vom Landesinstitut für und Medien zu sehen. Die Feier endete mit dem "schönsten europäischen Volkslied" "Die Gedanken sind frei", das aus dem Jahr 1780 stammt, und das alle gemeinsam sangen.