| 20:16 Uhr

Sängerkreis Blies
Geistliches stimmte in den Advent ein

Zarte Klänge zum Advent gab es auch vom Gemischten Chor des Sängerkreises Blies mit Dirigentin Ines König am Klavier.
Zarte Klänge zum Advent gab es auch vom Gemischten Chor des Sängerkreises Blies mit Dirigentin Ines König am Klavier. FOTO: Wolfgang Degott
Herbitzheim. Der Sängerkreis Blies trat mit elf Ensembles zu einem Chor-Konzert in der St. Barbara-Kirche in Herbitzheim an.

In einer bis auf den letzten Platz gefüllten St. Barbara-Kirche, 100 Stühle hatten zusätzlich noch aufgestellt werden müssen, präsentierte der Sängerkreis Blies im Chorverband Westpfalz Blies mit elf seiner Ensembles ein besonderes Konzerterlebnis und zeigte eine breite Bandbreite instrumentaler und choristischer Werke. Kreisvorsitzender und Gastgeber Siegfried Schmidt stimmte in seiner Begrüßungsansprache ein, sprach von der Einstimmung in die Adventszeit und dankte den Chormitgliedern für ihr Engagement und Bereitschaft anderen Menschen eine schöne Zeit zu bereiten. Auch wies er darauf hin, dass es sich beim Konzert unter dem Motto „Geistliche Musik“ um eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Aktion Herzenssache handelte.


Dankbar zeigte sich das Publikum, ließ nach dem letzten Auftritt 1750 Euro in die Spendenkörbchen fließen. Danach eröffnete die einzige Instrumentalgruppe des Sängerkreises, das Blockflötenquartett des MGV Niedergailbach. Der Canon von Johann Pachelbel in der Bearbeitung von Kevin Kelly wurde neben den verschiedenen Blockflötenstimmen auch von einer Harfistin begleitet. Dirigent Thomas Zäh hatte zwei Chöre, den MGV Peppenkum und den Chor Korios auf den Auftritt vorbereitet. So brachten die Peppenkumer mit der Solostimme von Fritz Hartz im „Ave Marie der Berge“ Gänsehautfeeling in den Sakralbau. Der kleinste Chor des Konzertes, die Rubenheimer, die teilweise mit Cajonschlägen begleitet wurden, intonierte unter anderem „Maine Hoffnung“ aus der Communauté des südfranzösischen Taizé mit viel Gefühl und Ausdruckskraft. Auch Erwin Lück war gleich zweimal im Dirigat. So führte er den gemischten Chor des Gesangvereins Hassel auch bei Johann Sebastian Bachs „Wohl mir, dass ich Jesum habe“. Mit dem einheimischen gemischten Chor des Gesangvereins Herbitzheim, in dem der wohl älteste Akteur, der 91-jährige Ewald Weisung mitsang, hatte er sich Georg Friedrich Händels „Dank sei dir, Herr“ als einen der drei Liedbeiträge ausgesucht. Als Dritte Leitung mit zwei Chören war Ines König dabei. Sie leitete den Männerchor Wolfersheim, der mit der Udo Jürgens-Komposition „Ihr von morgen“ neue Literatur mitgebracht hatte. Beim Bliestalchor, dem Gemischten Chor des Sängerkreises Blies waren die Text- und Notenblättern des Werkes „Panis angelicus“ von Caesar Franck in den Händen der Choristen aus vielen Chören, die sich zusammen getan hatten.

Beim zweiten Chor des Sängerkreises, dem Männerchor, geleitet von Norbert Oberinger, standen mit fast 40 Aktiven die größte Anzahl von Sängern rund um den Altar der 1975 eingeweihten Filialkirche, sangen Friedrich Silchers „Sanctus“ und zum Ausklang des 28 Lieder umfassenden Programms „Schäfers Sonntagslied“ von Conradin Kreutzer. Abgerundet wurde der unterhaltsame Spätnachmittag des Toten- oder auch Ewigkeitssonntags durch das Mitwirken des Gesangvereins Concordia Webenheim, den anstelle des erkrankten Dirigenten Kurt Bubel die Kreischorleiterin und musikalische Leiterin des Konzertes, Marliese Maurer-Hurth, die auch durchs Programm führte, vorstand. Sie hatten unter anderem „Die Nacht“ von Franz Schubert für ihr Publikum ausgesucht.



Die Chorgemeinschaft des MGV Frohsinn Blickweiler und des MGV Liederkranz Blieskastel zelebrierten mit der „Ode an Gott“ von Johann Heinrich Tabler einen gelungenen Auftritt und wurden von Karl-Josef Stopp dirigiert. Bei der Komposition „Oh, welch ein Morgen“ von Otto Kroll, übernahm Paul Zöllner die Solostimme. Insgesamt standen rund 200 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne, die nach jedem Auftrittsblock mit tosendem Beifall vom Publikum belohnt wurden.