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Keine breite Front der Ablehnung

Enge Verhältnisse herrschen auf der Landstraße zwischen Erfweiler und Rubenheim beim Lkw-Kalktransport. Foto: Erich Schwarz
Enge Verhältnisse herrschen auf der Landstraße zwischen Erfweiler und Rubenheim beim Lkw-Kalktransport. Foto: Erich Schwarz FOTO: Erich Schwarz
Rubenheim. Die geplante Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim beschäftigt die Menschen in der Region seit einiger Zeit. Nun hat auch der Ortsrat Stellung bezogen und keine Einwände gegen das Projekt vorgebracht. Erich Schwarz

Der Ortsrat Rubenheim hat keine Einwände gegen die Erweiterung des Kalksteinbruchs der Firma Napru. Wie die Rubenheimer Ortsvorsteherin Kathrin Hauck im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte, haben sich die sechs anwesenden Ortsratsmitglieder (vier von der CDU , zwei von der SPD ) in der Ortsratssitzung am Montagabend einstimmig dafür ausgesprochen, keine Einwände gegen die Erweiterung zu erheben. Man steht damit im Gegensatz etwa zu den Ortsräten in Erfweiler-Ehlingen und Wolfersheim, wo man sich eindeutig gegen die geplante Erweiterung ausgesprochen hat. "Das heißt allerdings nicht, dass nicht auch bei uns kritisch diskutiert wurde", unterstreicht die Ortsvorsteherin. Auch von zwei der vier anwesenden Besuchern der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus, seien kritische Einwände gekommen. Aber am Ende sei man sich doch einig gewesen, denn "es gibt hier nicht die breite Front von Ablehnung gegen den Steinbruch", erläuterte die Ortsvorsteherin. Die Erweiterung des Kalksteinbruchs sei im Ort "kein besonderes Thema", das Meinungsbild sei da durchaus anders als in den anderen Orten.

Kathrin Hauck weiß indes auch, dass etwa Erfweiler-Ehlingen sehr viel stärker durch den Lkw-Verkehr aus dem Steinbruch belastet sei als Rubenheim . "Und die Verkehrsentwicklung wird auch in Rubenheim gesehen, und da wurde auch Kritik geäußert", stellt die CDU-Politikerin heraus. Man habe deshalb auch im Entschließungsantrag aufgenommen, dass man auf häufigere Geschwindigkeitskontrollen vor allem am Ortseingang von Erfweiler-Ehlingen bestehe. Zudem habe man die Hoffnung, dass im Zuge der Erneuerung der Fahrbahndecke an der Landstraße zwischen Erfweiler und Rubenheim auch zwei zusätzliche Ausweichbuchten zur Entschärfung der Verkehrssituation geschaffen werden sollten. Diese Arbeiten seien für das laufende und das kommende Jahr geplant. Wie berichtet, hat der Betreiber des Kalksteinbruchs ("Napru"), Oliver Schmitt, eine Erweiterung der Abbaufläche um rund 27 Hektar von bisher zehn Hektar auf dann 37 Hektar beantragt. Derzeit läuft das Raumordnungsverfahren, bis Ende März können Einwände geltend gemacht werden. Vor allem aus den Ortschaften Wolfersheim wie auch aus Erfweiler-Ehlingen kommt heftiger Widerstand gegen die Erweiterung des Abbaus. Am kommenden Dienstag, 15. März, steht das Thema auch auf der Tagesordnung des Gersheimer Gemeinderats.


Zum Thema:

HintergrundIn den kommenden Wochen müssen sich die kommunalen Gremien in Gersheim, Mandelbachtal und Blieskastel mit dem Erweiterungsverfahren des Steinbruchs Rubenheim beschäftigen. Hintergrund ist, dass der Betreiber alle Unterlagen beim Innenministerium eingereicht hat. Es geht hier um eine Erweiterung um rund 27 Hektar. Im Mandelbachtaler Ort Erfweiler-Ehlingen und im Blieskasteler Stadtteil Wolfersheim gibt es hierzu großen Widerstand. Es haben sich zwei Bürgerinitiativen gegründet. red