| 20:58 Uhr

VdK Walsheim-Niedergailbach
Kämpfer für die Rechte der Menschen

Bei der 70-Jahr-Feier des VdK-Ortsverbandes im Dorfgemeinschaftshaus „Zur alten Schule“ Walsheim fanden sich auch einige der Vorstandsmitglieder (von links) Margot Rau, Walter Hepp, Herbert Matheis, die Vorsitzende Edith Rauch, der Kreisvorsitzende Peter Rothgerber und Stefan Pauluhn zusammen.
Bei der 70-Jahr-Feier des VdK-Ortsverbandes im Dorfgemeinschaftshaus „Zur alten Schule“ Walsheim fanden sich auch einige der Vorstandsmitglieder (von links) Margot Rau, Walter Hepp, Herbert Matheis, die Vorsitzende Edith Rauch, der Kreisvorsitzende Peter Rothgerber und Stefan Pauluhn zusammen. FOTO: Wolfgang Degott
Walsheim. In der „alten Schule“ in Walsheim feierte der VdK-Ortsverband Walsheim-Niedergailbach sein 70-jähriges Bestehen. Von Wolfgang Degott

(ott) In einem spannenden, kurzweiligen, pointierten Rückblick zeigte Walter Hepp, der, wie es Stefan Pauluhn bezeichnete, Walsheimer „Mister VdK,“ die Geschichte des Sozialverbandes, der heute aus den früheren Ortsverbänden Niedergailbach und Walsheim besteht. Bei den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen spannte er im Dorfgemeinschaftshaus „Zur alten Schule“ den Bogen vom Gründungsvorsitzenden Ernst Leutz bis zur heutigen Vorsitzenden Edith Rauch, die seit 2011 an der Spitze steht.


„Der VdK war in der Vergangenheit bitter notwendig. Er ist es auch noch heute und wird es auch in Zukunft sein“, endete Pauluhns Vortrag. Zu sehen waren auch von ihm zusammengestellte „Geschichtstafeln“, auf denen neben Mitgliedskarten unter anderem auch Fotos von Gemeinschaftsveranstaltungen zu bewundern waren. Pauluhn, Stellvertretender Vorsitzender der 127 Mitglieder zählenden Gemeinschaft, der durchs Programm führte, erinnerte daran, dass der VdK aus der Selbsthilfeorganisation „Vereinigung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen des Saarlandes“ (VKS) 1947 entstanden ist. Auch dass sich vor Jahren zwei kleiner Verbände zu einem größeren zusammengeschlossen hätten, wertete er als eine wegweisende und gute Entscheidung, was die heute vortrefflich funktionierende Zusammenarbeit auch beweise.

Auch setze sich das VdK derzeit dafür ein, dass das Dorfgemeinschaftshaus einen barrierefreien Zugang bekomme, der angesichts der Nutzer dringend vonnöten sei. Als „politischer Kampfverband“ habe das VdK dafür gesorgt, dass die Rechte, wofür es zu kämpfen gelte, geschaffen würden, unterstrich VdK-Landesgeschäftsführer Peter Springborn. Mit 45 000 Mitgliedern sei er ein wichtiger politischer Verband, bundesweit gehörten ihm 1,8 Millionen Menschen an. Die große Pflegerreform, die Mütterrente seien Erfolge, die der VdK vorzuweisen habe.



Springborn bezeichnete in seiner Rede den VdK als einen modernen Sozialverband, der für die Rechte der Menschen kämpft, „der sich dafür einsetzt, dass alle, die irgendwie benachteiligt sein, die Benachteiligung aufgeben können“. Der Chef der 25 Ortsverbände in der Saarpfalz, Kreisvorsitzender Peter Roth-
gerber, sprach von einem regen Ortsverband innerhalb einer kreisweit stabilen Situation. Auch Bürgermeister Alexander Rubeck sah im VdK-Ortsverband Walsheim-Niedergailbach im Hinblick auf seine Aufgabenstellung was Besonderes. Ortsvorsteher Michael Thomann verband die Organisation mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen und sah den Schlüssel der erfolgreichen Arbeit neben der Hilfe für die Menschen im guten Miteinander, der Pflege der Geselligkeit.

Die gesangliche Umrahmung der gut besuchten Veranstaltung hatte der Gemischte Chor des MGV Walsheim unter der Leitung von Ina Kaufmann übernommen. Zu hören waren beispielsweise „Kleine Freuden“ von Manfred Bühler und „Die Wunder dieser Welt“ aus der Feder von Pasquale Thilbaut, und mit der Sopranistin Barbara Buhr als Solistin der „Irische Segen“ (Bob Chilcott). In diesem Jahr stehen noch ein Sommerfest, die Besichtigung des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim und die Weihnachtsfeier auf dem Programm.