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Gersheim
In Spohns Haus hochwertig lernen

Der Erziehungswissenschaftler Gerhard de Haan bei seinem Vortrag während des Netzwerktreffens im ökologischen Schullandheim Spohns Haus in Gersheim.
Der Erziehungswissenschaftler Gerhard de Haan bei seinem Vortrag während des Netzwerktreffens im ökologischen Schullandheim Spohns Haus in Gersheim. FOTO: Wolfgang Degott
Gersheim. 28 Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz trafen sich zum wiederholten Male im Gersheimer Spohns Haus, dem ökologischen Schullandheim. Mit dabei erstmals der „Papst der deutschen Nachhaltigkeit“, der Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung (Institut Futur) an der Freien Universität Berlin, Gerhard de Haan. Von Wolfgang Degott

28 Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz trafen sich zum wiederholten Male im Gersheimer Spohns Haus, dem ökologischen Schullandheim. Mit dabei erstmals der „Papst der deutschen Nachhaltigkeit“, der Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung (Institut Futur) an der Freien Universität Berlin, Gerhard de Haan.


Der Erziehungswissenschaftler sprach davon, dass nachhaltige Entwicklung nur über Lernprozesse angeschoben werden könne. Nicht Technik, Politik oder Wirtschaft, nein, insbesondere außerschulische Einrichtungen wie die in Gersheim besäßen dazu das know-how. Mit ihren Möglichkeiten könnte sie das Thema deutlich bewegen, es anschaulich machen, was den zentralen Punkt darstelle, „worum es geht, wenn man fragt, wie können wir das Thema aufstellen?“. Vor allem die Bildungsministerien müssten mehr dafür tun, als sie es derzeit täten.

„Die Einrichtungen werden viel zu wenig unterstützt“, so de Haan. Was in ihnen geleistet werde, habe qualitativ einen hohen Stellenwert, und was die Schüler darin lernen „wissen sie auch noch ein Jahr später“. Was in Spohns Haus gelernt werde, sei qualitativ hochwertig. Aber auch jeder Mensch müsse versuchen Initiative zu zeigen. Dies sowohl mit seinem Lebensstil als auch in der Einflussnahme auf Politik, vor dem Hintergrund, dass „alles, was wir tun eine Folgewirkung auf die ganze Welt hat“. De Haan nannte dabei insbesondere den Klimawandel. Die Vertreter aus den Umweltministerien, aus dem Biosphärenzweckverband, der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz, dem Schullandheim Berschweiler und Spohns Haus befassten sich beim Netzwerktreffen im Rückblick auch mit der Dekade der BNE und dem Aktionsprogramm 2015 bis 2019.

Die Treffen finden jährlich dreimal statt, immer in einer anderen Einrichtung, wie Jergy Wegrzynowski, Leiter von Spohns Haus mitteilte. Schwerpunkt sei dabei immer die Arbeit an der Steigerung der Qualität der BNE als gesamtinstitutionelle Forderung auf der lokalen Ebene.