| 23:55 Uhr

Walsheim
Tierisches Schwimmvergnügen im Walsheimer Freibad

Beim vierten „Hundstag“, der am Sonntag im Walsheimer Freibad stattfand, ging es wieder recht lebhaft zu.
Beim vierten „Hundstag“, der am Sonntag im Walsheimer Freibad stattfand, ging es wieder recht lebhaft zu. FOTO: Jörg Martin
Walsheim. Kurz nach dem offiziellen Saisonende hatte das Freibad Walsheim zum vierten „Hundstag“ eingeladen. Und viele Vierbeiner nahmen das Angebot dankend an. Von Jörg Martin

Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr. Das Freibad der Gemeinde Gersheim ist geöffnet, obwohl die Saison am vergangenen Donnerstag endete. Es ist im Vergleich zu den letzten Tagen draußen frisch geworden. Obwohl das Thermometer 19 Grad Celsius anzeigt, hat man das Gefühl, es seien gut einige Striche weniger. Der Wind geht, und ab und an macht sich ein Nieselregen bemerkbar. Für den Nachmittag haben sich Unwetter angekündigt. Die wenigen Menschen, die rund um das Nichtschwimmerbecken stehen, haben weder Badebekleidung an noch wollen sie ins Wasser. Vielmehr ist wieder Hundeschwimmen im Walsheimer Freibad angesagt. Etliche Vierbeiner haben einen riesigen Spaß daran, ins Becken zu springen und den anderen hinterher zu tollen. „Das machen die schon zum vierten Mal. Heute haben sie Pech mit dem Wetter“, erklärt Thomas Müller gegenüber der SZ. Der Bademeister teilt mit, dass die Anlage seit drei Tagen abgeschaltet ist.


Auch die Leitungen führen kein Wasser mehr. Zudem wurde die Chlorung eingestellt. Das Wasser bleibt über Winter in den beiden Becken. Erst zum Saisonstart im kommenden Frühjahr wird es abgelassen und das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken gereinigt. Danach kommt das neue Wasser. „Es gab in der Vergangenheit schon Unmut wegen der Hunde. Manche Leute verstehen nicht, dass das Wasser nun – nachdem die Saison beendet ist – sowieso nicht mehr genutzt wird“, erklärt Müller. Veranstalter ist eine bundesweite Initiative mit dem Namen „Hund im Freibad“. Aufrufe erfolgen via Sozialer Netzwerke und eine eigene App. Das Ganze lief unter dem Titel „Hundstag“. „Ich finde es toll. Es ist für uns und für unseren Hund das erste Mal“, sagt Ingrid Wunsch, die mit ihrem Mischlingshund Bilbo am Beckenrand steht.

Hunde können üblicherweise von Geburt an Schwimmen. Das weiß aber nicht jeder Vierbeiner automatisch, so Wunsch. Deshalb hat die Frau aus Böckweiler ihm im Meer das Schwimmen beigebracht. Heute traut er sich nicht so recht ins Wasser. Hunde schwimmen zu lassen, sei nicht so einfach. Es bleibt außer dem Schwimmbad zum Saisonschluss etwa die Möglichkeit in Bächen. Denn in den meisten Weihern sei das Schwimmen für die Hunde verboten. Freude hatten einige Tiere einer Hundeschule, die das Nichtschwimmerbecken unsicher machten. Während ein weißer Vierbeiner auf das untere Ende einer Rutsche und dann ins Wasser sprang, hechtete ein schwarzer mit langem Fell einem Spielzeug hinterher. Man konnte ihm die Freude über das Quietschetier durchaus anmerken. Ein anderer will den Gummiknochen ergattern, traut sich aber zunächst nicht ins Becken. „Barni, komm‘ her!“, versucht ihn sein Herrchen von der anderen Beckenseite zu motivieren. Barni braucht keinen Anlauf und schnappt sich das Spielzeug mit einem Hechtsprung.