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Festumzug zu Ehren des Schutzpatrons der Bauern

Segen für den Trecker: Pfarrer Krystian Scheliga segnet an Pfingsten in der Ortsmitte von Utweiler auch die Traktoren der heimischen Landwirte. Foto: Wolfgang Degott
Segen für den Trecker: Pfarrer Krystian Scheliga segnet an Pfingsten in der Ortsmitte von Utweiler auch die Traktoren der heimischen Landwirte. Foto: Wolfgang Degott FOTO: Wolfgang Degott
Utweiler. Beim Bruder-Konrad-Ritt in Uttweiler werden neben Pferd und Reiter auch landwirtschaftliche Maschinen gesegnet. Wolfgang Degott

Am Pfingstmontag, 5. Juni, findet der traditionelle Bruder-Konrad-Ritt in Utweiler statt. Die Prozession wird von vielen Traktoren, Planwagen und Pferdekolonnen begleitet und nimmt ihren Weg vorbei an den mit Fahnen geschmückten Häusern. Auf einem Wagen wird eine Reliquie des Heiligen Bruder Konrad, Schutzpatron der Landwirte, von Pfarrer Krystian Scheliga, Kaplan Martin Seither von der Pfarrei Heilig Kreuz Gersheim mitgeführt. Der Festzug startet um 9.30 Uhr in Medelsheim und wird über Peppenkum und Riesweiler nach Utweiler geleitet.


Ein Festgottesdienst unter freiem Himmel schließt sich an. Er wird vom Gersheimer Musikverein musikalisch begleitet. Pater Jozef aus dem Blieskasteler Wallfahrtskloster hält die Festpredigt. Bei schlechtem Wetter wird die Liturgiefeier in der Bruder-Konrad-Kirche stattfinden. Die Helfer der Feuerwehr Peppenkum-Utweiler bieten am Ortseingang im Festzelt Essen an. Die Prozession findet zu Ehren des Heiligen Bruder Konrad von Parzheim statt. Der frühere Pförtner des Klosters St. Anna in Altötting gilt als Schutzpatron der Bauern. In Altötting hat er die Menschen empfangen, die in dem Kloster ein und aus gingen. Er zeigte ihnen den Weg, war Berater und auch Tröster. Er wurde 1934 heiliggesprochen. Bei der Prozession wird eine Reliquie des Heiligen auf einem Wagen gezeigt. Auf dem Festplatz werden Pferde und Fahrzeuge gesegnet. Die Kollekte ist für die Arbeit von Bruder Beatus bestimmt. Der arbeitet als Missionar auf der Insel Timor und stammt aus Utweiler.

Utweiler ist 1310 als "Udeweiler" in die urkundlich belegte Geschichte von Peppenkum eingetreten, beide Orte waren zunächst Teil der Grafschaft Bitsch, gehörten ab 1572 zu Lothringen, ab 1766 zu Frankreich und seit 1781 zur Grafschaft von der Leyen. Eine dem Bruder Konrad geweihte Kapelle in Utweiler wurde 1934 zur Kirche umgebaut.