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Eindrücke – eingefangen in Bildern

Gersheim. Die beiden Künstlerinnen Suzanne Forsch aus Walsheim und Henrike Wolf aus Gersheim stellen zurzeit gemeinsam im Rathaus Gersheim aus. Unter dem Titel „Abstraktion und Realität“ zeigen sie Erstlingswerke und aktuelle Kunst noch bis zum 31. Mai. Wolfgang Degott

Zwei Künstlerinnen, eine Ausstellung, Erstlingswerke und aktuelle Kunst. Stimmungsvolle Motive, die einerseits anregen, andererseits aber auch beruhigen. Landschaftsimpressionen, die den Betrachter in Urlaubstimmung versetzen. All das ist im Gersheimer Rathaus in der Ausstellung "Abstraktion und Realität" zu sehen. Diese Überschrift haben die Walsheimerin Suzanne Forsch und die Gersheimerin Henrike Wolf ihren Querschnitt künstlerischen Schaffen gestellt. Gersheims früherer Bürgermeister Lothar Kruft sagte bei der Vernissage, die Susanne Hunsickers Gitarrengruppe Saitenklänge musikalisch begleitete, dass in Bildern Eindrücke gefangen seien, die ein Foto nie so wiedergeben könnte.

Stil, Farbgebung, Thematik und Technik überhaupt sei im Fluss und habe sich bei beiden im Laufe der Jahre verändert und doch liegt bei beiden die Harmonie, Beruhigendes, Angenehmes, das sich sowohl in Farbgebung als auch in Bildkomposition und Lichttechnik offenbart. Suzanne Forsch kam in Jackson im US-Bundesstaat Michigan zur Welt und 1995 zur Aquarellmalerei. Kurse führten sie zur Öl- und Acrylmalerei. Neben Naturmotiven widmet sie sich mittlerweile auch dem Portrait- und Aktzeichnen. Blieskasteler Sommerakademie, Europäische Kunstakademie in Trier, aber auch Unterweisungen von Privatdozenten gehören zu den "Weiterbildungsstationen". In Salzburg erlernte sie die altmeisterliche Öl-Lasur-Technik. In zahlreichen Einzel- aber auch Gruppenausstellungen im In- und Ausland zeigte sie ihre auf Leinwand festgehaltenen Aquarelle, die durch harmonische Farben und weiche Linien geprägt sind. Ihr Markenzeichen: weiche, runde Linien betten sich harmonisch in die Farben der Umgebung ein, sind geprägt von geometrisch klaren Figuren und Farbkontrasten. Henrike Wolf hat in Gersheim , wo sie seit 1979 lebt, auch ihre Liebe zur Malerei entdeckt.

Schon vor mehr 30 Jahren fand die Autodidaktin zu ihrem künstlerischen Schaffen, legte durch das Prinzip "Try and Error" (Versuch und Irrtum) ein tragfähiges Fundament. Viele Ausstellungen in Homburg, Zweibrücken, St. Ingbert und Gersheim nutzte sie, um ihr Schaffen zu präsentieren. Überwiegend Blumen, Landschaften und Stillleben bestimmen die Themen ihrer Werke. Seit zwei Jahren experimentiert sie mehr, malt abstrakte Bilder. Urlaubsreisen geben ihr Impulse für neue Techniken, beispielsweise der Spachteltechnik. Auch versucht sie Sand, Stoffgewebe und andere Materialien in ihre Bilder einzuarbeiten, verwendet verschiedene Papiere, lässt dadurch völlig neue Untergründe und Acrylfarben entstehen, beeindruckt durch völlig neue Strukturen. Durch viele Schichten übereinander gelagerter Farbe schafft sie Transparenz und Bildtiefe.



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Auf einen BlickDie Ausstellung "Abstraktion und Realität" der beiden Künstlerinnen im Rathaus Gersheim ist noch bis Sonntag, 31. Mai, jeweils montags bis freitags von 8 bis 12, zusätzlich dienstags von 14 bis 17 und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Informationen: Suzanne Forsch, Telefon (0 68 43) 10 47, Henrike Wolf, Telefon (0 68 43) 6 17. ott