Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 19:13 Uhr

Der gute Geist im „Haus Sonne“

Frohnatur Karoline Kossack inmitten ihrer Schützlinge im Haus Sonne in Walsheim.
Frohnatur Karoline Kossack inmitten ihrer Schützlinge im Haus Sonne in Walsheim. FOTO: Becker&Bredel
Walsheim. Sie kam seinerzeit aus Rumänien nach Deutschland, der Liebe wegen. Das Schicksal meinte es nicht immer gut mit Karoline Kossack, doch im „Haus Sonne“ fand sie Rückhalt und Hilfe, die sie bis heute an deren Bewohner zurückgibt. Peter Wagner

. Wer bei der Arbeit mit betreuten Menschen "Mutter" oder "Oma" gerufen wird, der hat wohl einiges richtig gemacht, denn er erreicht das Herz der Menschen. So wie Karoline Kossack aus Walsheim im Bliesgau. Sie ist 73 Jahre alt und arbeitet immer noch als geringfügig beschäftigte Haushaltshilfe im "Haus Sonne", obwohl sie längst Rente bezieht. In dieser Einrichtung leben und arbeiten geistig behinderte Menschen zwischen etwa 20 und 65 Jahren.

Karoline Kossacks Familie stammt aus Rumänien. Sie wuchs in der Pfalz auf und arbeitete als Näherin ("Stepperin") in einer Schuhfabrik, ehe sie 1994 der Liebe wegen nach Walsheim kam und eine Vollzeit-Stelle als "Mädchen für alles" im "Haus Sonne" antrat. Sie nennt diesen Abschnitt "den schönsten meines Lebens, ein Geschenk!". Man muss dazu wissen, dass das Leben es mit Karoline Kossack nicht übermäßig gut meinte: Verluste nahestehender Personen, ein Pflegefall und eine eigene schwere Krebserkrankung mit 60 setzten ihr emotional und körperlich zu. "Das Haus hier fing mich in Trauer und Krankheit auf", spricht die 73-Jährige mit höchstem Respekt von ihrem Arbeitgeber. Dass sie dem treu bleiben und etwas zurückgeben möchte, ist nur verständlich. An den - hoffentlich fernen - Tag, an dem sie vielleicht aufhören muss, mag sie lieber gar nicht denken. Das würde dann ja auf ihre durchgängig gute Laune durchschlagen, was sie wiederum den lieben Menschen im "Haus Sonne" nicht zumuten mag. Karoline Kossack ist das, was man als "guten Geist" bezeichnen darf, eine Frohnatur, die für jeden ein gutes Wort hat, viel Ärger weglacht, wegsingt und sogar wegdichtet.