| 20:32 Uhr

Das Radsport-Ereignis der Extraklasse

Vom 8. bis zum 11 Juni werden Radsportbegeisterte wieder auf ihre Kosten kommen, wenn die 21 Teams von drei Kontinenten bei der Trofeo wieder um den Sieg kämpfen, in diesem Jahr ist Neunkirchen zum ersten Mal Schauplatz einer Etappe. Fotos: Thorsten Wolf
Vom 8. bis zum 11 Juni werden Radsportbegeisterte wieder auf ihre Kosten kommen, wenn die 21 Teams von drei Kontinenten bei der Trofeo wieder um den Sieg kämpfen, in diesem Jahr ist Neunkirchen zum ersten Mal Schauplatz einer Etappe. Fotos: Thorsten Wolf
Gersheim. Das Juniorenrennen Trofeo macht auch in diesem Jahr in Homburg wieder Station. Neunkirchen ist erstmals Austragungsort. Thorsten Wolf

Wenn Mitte Juni die Trofeo mit ihrer Auflage 2017 ihren 30. Geburtstag feiert, dann hat sich bei diesem internationalen Traditions-Radrennen für Junioren einiges geändert. Mit Sicherheit am bedeutsamsten dabei: Neunkirchen ist als Austragungsort neu dazugekommen, am 8. Juni wird dort die Start-Etappe gefahren. Auf eine weitere Änderung ging Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind ein, als er zusammen mit Trofeo-Chef Wolfgang Degott und Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann sowie Wolfgang Brünnler von der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz und Jürgen Schirra von den Homburger Stadtwerken als Partner der Trofeo in Homburg am Dienstag die Tour 2017 vorstellte.


"Das Rennen heißt in diesem Jahr zum ersten Mal nicht mehr ‚Trofeo Karlsberg', sondern nur noch ‚Trofeo'. Vor diesem Hintergrund gab es durchaus für die Stadt Homburg einen Grund darüber nachzudenken, ob wir weiter mitmachen oder nicht", so Schneidewind, habe doch der bisherige Name für eine Verbundenheit des Radrennens mit der Stadt gestanden. Dies hätte ein bisschen aufgefangen, dass die Trofeo für Homburg in der Vergangenheit auch immer eine deutliche Verkehrsbelastung bedeutet habe. Man habe sich aber, in Absprache mit den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen, nun auch mit Neunkirchen, und in Abstimmung mit dem Innenministerium dazu entschieden, die Trofeo in der Region weiter zu veranstalten.

Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann, er ist auch Präsident des saarländischen Radfahrer-Bundes (SRB), zeigte sich erleichtert über die Entscheidung Homburgs, "für uns als Stadt mit Radsport-Vergangenheit war es ein wichtiges Anliegen, uns da einzubringen. Es war der Wunsch des Innenministers, die Trofeo um einen weiteren Tag auszudehnen." Diesem Wunsch sei man in Neunkirchen gerne nachgekommen. Aumann gestand ein, dass diese Engagement nur möglich sei durch die Zusammenarbeit mit privaten Partnern, ähnlich wie in Homburg, machte aber auch klar, dass im Gegenzug einiges an Geld in der Region hängen bleibe, so im Bereich von Gastronomie und Hotellerie. "Deshalb denke ich, dass das eine wichtige und richtige Sache ist." Aumann verwies in seiner Funktion als Präsident des SRB auch noch auf eine Besonderheit der diesjährigen Trofeo. So werde Jan-Eric Rinke vom RV Blitz Oberbexbach, "unser derzeit stärkster Juniorenfahrer", als Teil eines pfälzischen Team an dem Radrennen teilnehmen.



Zum Stand der Trofeo selbst gab Wolfgang Degott Einblicke in den Stand der Vorbereitungen des Juniorenradrennens, hier sei man gegenwärtig in der Hochphase der Organisation. Und: Der Trofeo-Macher gab auch Informationen zum finanziellen Aufwand des Rennens, das rund 100 000 Euro koste. "30 000 Euro kommen dabei vom saarländischen Innenministerium, der Rest wird ausschließlich von den Kommunen und privaten Partnern finanziert." Er sei sich aber sicher, so Degott, das 70 Prozent dieser Mittel in der Region blieben - werde das Geld doch vor allem dazu eingesetzt, die 21 Teams von drei Kontinenten vor Ort unterzubringen und auch zu verpflegen. "Das wissen so manche nicht."

Andere Mittel gingen als Aufwandsentschädigungen an Organisationen wie THW, Feuerwehr und ehrenamtliche Helfer. "So ist die Trofeo hier in der Region auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor."

Damit man an den Austragungsorten nicht nur den Radrennen selbst folgen, sondern als Zuschauer der Trofeo auch in den Pausen was erleben kann, dafür sorgen auch die privaten Partner der Veranstaltung, in Homburg die Volks- und Raiffeisen Bank Saarpfalz zusammen mit den Homburger Stadtwerken. Hier kündigte Wolfgang Brünnler wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm auf dem Christian-Weber-Platz an, mit dabei seien wieder die Cheerleader des TV Jägersburg, eine Homburger Tanzschule "und in diesem Jahr zum ersten Mal den TV Kübelberg mit seinem Rope Skipping".

Zum Thema:

In diesem Jahr ist Neunkirchen zum ersten Mal Schauplatz einer Trofeo-Etappe. Das Besondere: Diese Startetappe wird nicht nur im Kreis Neunkirchen, sondern auch im Saarpfalz-Kreis und in der Pfalz gefahren. So gehören am 8. Juni, Start ist um 17 Uhr an der Lindenallee, neben Neunkirchen selbst auch Wiebelskirchen, Hangard, Münchwies, Frankenholz, Höchen, Waldmohr, Waldziegelhütte, Lautenbach und Breitenbach zu den Durchfahrten der Etappe. Die weiteren Stationen der Trofeo: Straßenrennen Blieskastel-Mandelbachtal am 9. Juni, Start um 16.30 Uhr in Blieskastel; Straßenrennen Homburg am 10. Juni, Start um 12 Uhr in Homburg/Christian-Weber-Platz; Einzelzeitfahren in Brenschelbach am 10. Juni, Start um 18 Uhr; Straßenrennen Reinheim am 11. Juni, Start um 10.30 Uhr in Reinheim.

Wolfgang Brünnler von der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, Jürgen Schirra von den Stadtwerken Homburg, Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann und Organisationsleiter Wolfgang Degott (von links) stellten die Trofeo 2017 vor.
Wolfgang Brünnler von der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, Jürgen Schirra von den Stadtwerken Homburg, Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann und Organisationsleiter Wolfgang Degott (von links) stellten die Trofeo 2017 vor.