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Kooperationsvertrag
Damit die Kinder nachmittags betreut sind

Die Kooperationsvereinbarung haben in der Cafeteria im Schulhaus Reinheim gemeinsam (von links) Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck, Landrat Theophil Gallo, Schulleiterin Susanne Albrecht und der Geschäftsführer des CJD Homburg, Norbert Litschko, unterschrieben.
Die Kooperationsvereinbarung haben in der Cafeteria im Schulhaus Reinheim gemeinsam (von links) Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck, Landrat Theophil Gallo, Schulleiterin Susanne Albrecht und der Geschäftsführer des CJD Homburg, Norbert Litschko, unterschrieben. FOTO: Tobias Verburg
Gersheim. Gersheim schließt einen Kooperationsvertrag für die Freiwillige Nachmittagsbetreuung in der Grundschule Reinheim. red

Fast pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres haben Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises, Alexander Rubeck, Bürgermeister der Gemeinde Gersheim, Susanne Albrecht, die Schulleiterin der Grundschule Reinheim und der Geschäftsführer der CJD Homburg/Saar gGmbH, Norbert Litschko, eine Kooperationsvereinbarung für die freiwillige Nachmittagsbetreuung (FGTS) an der Grundschule Reinheim unterzeichnet.


Wie das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) in Homburg mitteilt, existiert seit dem 1. August 2008 im Saarland die Möglichkeit, dass Schule und Jugendhilfe an Schulstandorten im Bereich ganztägiger Bildung und Betreuung zusammenarbeiten. Das Kooperationsmodell beinhalte eine finanzielle, organisatorische, personelle und pädagogische Verknüpfung von Freiwilliger Ganztagsschule und Jugendhilfe. Am Standort Reinheim gebe es ein solches Angebot von Anfang. Zuerst mit der Katholischen Pfarrei St. Markus, danach mit deren Rechtsnachfolgerin, der Pfarrei Heilig Kreuz Gersheim, kooperierten Gemeinde, Kreis und Schule. Dieses Modell wird von der CJD Homburg/Saar gGmbH als neuer Träger fortgeführt und umfasst drei Gruppen.

Ein weiterer Standort in der Gemeinde Gersheim ist die Grundschule Medelsheim-Altheim, wo unter eigener Trägerschaft ebenfalls drei Gruppen vorhanden sind. Das CJD ist Maßnahmeträger an 24 Standorten im Saarland und profitiert durch seine Erfahrungen bei der schulischen Nachmittagsbetreuung. Für das Angebot im Rahmen der FGTS seien für das aktuelle Schuljahr an der Grundschule in Reinheim 66 Kinder angemeldet. Das Betreuungsangebot beginne nach Schulschluss und ende um 17 Uhr. Nach einem gemeinsamen Mittagsessen würden die Kinder nach einer Mittagspause während der Lern- und Hausaufgabenzeit unterstützt. Danach fänden pädagogische Angebote, spannende Projekte und AGs statt. „Wir sind sehr froh die Anfrage aus Reinheim erhalten zu haben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf die freiwillige Ganztagsschule zukünftig verantworten zu dürfen“, sagte Norbert Litschko.



Für das kommende Schuljahr sind bereits mehrere Aktionen geplant. Ein Outdoor-Projekt mit Outbrave-Adventures mit Thorsten Zimmer, ein Selbstbehauptungskurs mit Helmut Stiegelbauer und: der Landessportverband des Saarlandes biete zudem einen Leichtathletik-Kurs an. Im zweiten Schulhalbjahr sollen die Kinder mit der freischaffenden Künstlerin Lioba Amann ihre individuellen Stärken und Ausdrucksformen entdecken.

Schule und FGTS bieten demnach ein Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebot, das gemeinsam von Erziehern, pädagogischen Fach- und Lehrkräften gestaltet werde. Bei dem Kooperationsmodell gehe es also auch um die sinnvolle Ausschöpfung von Synergien. Schule unterliege damit als Lern- und Lebensort einer stetigen Weiterentwicklung.

„Die Nachmittagsbetreuung hat einen sehr hohen Stellenwert, weil die Eltern sich darauf verlassen, dass die Kinder nach der Schule gut aufgehoben sind und optimal betreut werden“, sagt Susanne Albrecht: „Die Kinder verbringen den ganzen Tag hier und wir wollen ihre Umgebung derart gestalten, dass sie eine spannende, erlebnisreiche Zeit hier verbringen können.“ Dazu würden auch die geplanten Aktionen der CJD beitragen, sagte Albrecht. Nach Ansicht von Landrat Gallo und Bürgermeister Rubeck sei „diese Maßnahme ein weiteres Beispiel für eine sinnvolle interinstitutionelle Zusammenarbeit von Einrichtungen auf kommunaler Ebene“.