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Arbeitsgemeinschaft der Vereine
Niedergailbacher Vereine ehren Otmar Gros

 Während des Jahresauftaktes der Arbeitsgemeinschaft der Niedergailbacher Ortsvereine würdigte Ortsvorsteher Martin Vogelgesang (links) im Beisein von Bürgermeister Alexander Rubeck (rechts) die Verdienste von Otmar Gros, der die AG 42 Jahres lang geführt hatte.
Während des Jahresauftaktes der Arbeitsgemeinschaft der Niedergailbacher Ortsvereine würdigte Ortsvorsteher Martin Vogelgesang (links) im Beisein von Bürgermeister Alexander Rubeck (rechts) die Verdienste von Otmar Gros, der die AG 42 Jahres lang geführt hatte. FOTO: Wolfgang Degott
Niedergailbach. 42 Jahre führte der langjährige Ortsvorsteher die örtliche Arbeitsgemeinschaft überaus erfolgreich. Von Wolfgang Degott

Alljährlich lädt die Arbeitsgemeinschaft der Niedergailbacher Ortsvereine (AG) zum Jahresauftakt in die Gemeinschaftshalle ein. Diesmal stand ihr jahrzehntelanger Fährmann, der ehemalige Ortsvorsteher Otmar Gros, im Mittelpunkt. Sein Nachfolger, Ortsvorsteher und AG-Vorsitzender Martin Vogelgesang, der vor zwei Jahren die Zügel in die Hand bekam, würdigte Gros für 42-jähriges Ehrenamt, während dem er die Geschicke der AG maßgeblich geprägt hatte.


In der Amtszeit von Otmar Gros von 1976 bis 2017 seien „unendlich“ viele Maßnahmen initiiert worden und hätten den Ort zu dem gemacht, der er heute ist. Vogelgesang nannte dabei unter anderem die Fertigstellung der Friedhofshalle, der Bau von vier Dorfbrunnen, den Bau der Lehmkaulhütte sowie die Übernahme von Kosten durch die AG bei der Erweiterung der Gemeinschaftshalle.Aber auch bei der Durchführung der 850-Jahrfeier, der Neugestaltung des Vorplatzes beim Generationentreff. Gros sei auch 41 Jahre für die Organisation der Gälbacher Zeltkirb federführend verantwortlich gewesen, habe sie mit den vielen Helfern zu dem Groß-Event werden lassen, wie es in der Region seinesgleichen sucht.

Während die „Gälbacher Spielleyt“ unter der Leitung von Anne Detzler mit ihren Liedbeiträgen für die musikalische Umrahmung sorgten, zeigte Gälbachs „Filmemacher“ einen rund 20-minütigen Rückblick auf die Jahrhundertfeier mit ihren Veranstaltungen im Jahre 2000. „Die Auszeichnung ist für mich viel mehr als die Anerkennung meines langjährigen Wirkens“ begann Otmar Gros seine Rede. 14 990 Tage, so lange dauerte die „Übergangszeit“ nachdem er als 23-jähriger damaliger Vertreter der Jungen Union zum Vorsitz „überredet“ worden sei. In den folgenden Jahrzehnten sei in seinem Heimatort viel Positives geleistet, erfolgreich gearbeitet worden und damit eindrucksvoll bewiesen worden, dass mit ehrenamtlichem Engagement, mutigen Visionen und viel Eigeninitiative fast alles möglich sei. Er selbst habe immer versucht die Bürger zu motivieren, ihnen klar zu machen, dass es immer um das Dorf Gälbach gehe und dass es jedem Einzelnen doch lieber sei, in einem lebendigen und schönen Ort mit einer guten Ausstattung zu leben. Er freute sich, dass es gelungen sei, viele von der Philosophie zu überzeugen, dass es leichter gehe und es allen besser gehe wenn alle konstruktiv, kreativ an der Fortentwicklung des Dorfes arbeiten. Eine besondere Auszeichnung all dieser Bemühungen sei es gewesen, als Niedergailbach im Januar 2002 als eines der 19 schönsten und lebendigsten Dörfer Deutschlands während der Grünen Woche in Berlin als Goldmedaillen-Gewinner im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf soll leben“ ausgezeichnet wurde.



Gros rief dazu auf sich weiter auf die Stärken zu besinnen, wie sie im Dorf in den letzten Jahrzehnten zu verspüren gewesen waren. „Unsere Arbeitsgemeinschaft wird auch künftig so stark sein, wie wir sie machen, “ so Gros. Egoismus führe nicht zum Ziel und zur Weiterentwicklung, Zukunft entstehe nicht durch Nichtstun und Nörgelei, so Gros. Auch Bürgermeister Alexander Rubeck dankte Gros und den Akteuren in der AG, die vieles bewegt hätten und Geld eingesetzt hätten.