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Reinheim
Reinheimer „Kürbis-Mann“ mit reicher Ernte

Manfred Rauch vor seinem Haus Am Staden in Reinheim mit den Kürbissen.
Manfred Rauch vor seinem Haus Am Staden in Reinheim mit den Kürbissen. FOTO: Ursula Breit
Homburg/Reinheim. Seit gut einem Jahrzehnt baut der ehemalige Lokführer dieses Herbstgemüse an. ert

Viele Leserinnen und Leser riefen bei uns an und gaben stolz die Umfänge ihrer Gartenkürbisse an. Zum Beispiel Eric Röser aus Bexbach (1,5 Meter) oder Martina Eckhardt aus Ormesheim (1,58 Meter). Unübertroffen war jedoch Manfred Rauch aus Reinheim. Eine reichliche Ernte an Kürbissen hat einmal mehr Manfred Rauch aus Reinheim in diesem Jahr eingefahren. Wie er berichtet, habe er 250 Exemplare in seinem Garten geerntet und vor seinem Haus platziert. Seit gut einem Jahrzehnt baut der ehemalige Lokführer, der liebevoll der „Kürbis-Mann“ genannt wird, dieses Herbstgemüse an. Rauch über seine Erfolgsgeheimnisse: „In die Erde muss guter französischer Kuhmist gemischt werden. Dann ordentlich Wasser drauf. Und meine Kürbisse bekommen Streicheleinheiten“, so der Gärtner über sein Erfolgsrezept. Vor seinem Haus aufgereiht hat er seine Kürbisse nicht zuletzt, damit auch Spaziergänger und Radfahrer sich am Anblick freuen können. So teilt Rauch seine Freude alle Jahre wieder mit vielen anderen Menschen.


Die verschiedenen Kürbisse  wurden schon früh domestiziert. Als Zeitpunkt wurde lange etwa 5000 v. Chr. angenommen. Neuere Funde von Samen sind jedoch auf 8000 bis 10 000 v. Chr. zu datieren .Der Garten-Kürbis wurde in Mexiko und im Süden der Vereinigten Staaten domestiziert, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika und der Riesen-Kürbis in Südamerika.  Durch die Auslese nichtbitterer Formen wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich. Schon in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt. Bereits früh kamen Samen auch nach Europa, wo die Kürbisse gerne kultiviert wurden.