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Eltern informierten sich über Handys

Kirkel-Neuhäusel. Es versprach ein spannender Abend zu werden: Unter dem Titel "Generation Handy - grenzenlos im Netz verführt" hatten der Ortsverband des Kinderschutzbundes Kirkel und das Bündnis saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk am Donnerstagabend zu einem Informationsabend eingeladen

Kirkel-Neuhäusel. Es versprach ein spannender Abend zu werden: Unter dem Titel "Generation Handy - grenzenlos im Netz verführt" hatten der Ortsverband des Kinderschutzbundes Kirkel und das Bündnis saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk am Donnerstagabend zu einem Informationsabend eingeladen. Was sich allerdings vorab in erster Linie als Plattform für Tipps und Verhaltenshinweise rund um das Spannungsfeld "Kinder und Handys" angekündigt hatte, war über weite Teile des Abends eine Veranstaltung, die sich vornehmlich mit aus Sicht der Mobilfunkgegner eindeutig feststellbaren Schädigungen durch Mobilfunk befasste. Die Referenten Michael Hemm und Armin Scheid präsentierten größtenteils Einblicke in Untersuchungen, die den Mobilfunk kritisch sehen und eine Gesundheitsschädigung nicht ausschließen. Vor den interessierten Zuhörern blieb die Verantaltung damit vor allem im ersten Teil sehr fachspezifisch und konzentrierte sich auf wissenschaftliche Aspekte des Themas. Gegen Ende widmeten sich Hemm und Scheid dem eigentlichen Anlass und gaben mit Blick auf jugendliche Nutzer, aber auch auf deren Eltern, einige praktische Tipps zum Umgang mit dem Handy. So zum Beispiel den Ratschlag, besser eine SMS zu senden als zu telefonieren, da dabei die Strahlenbelastung deutlich minimiert werden könne. Auch eine Reduzierung der Sprechzeit und die Überprüfung von Handys auf Strahlungsarmut wurden empfohlen. Unterstützt wurden Hemm und Scheid von Günter Spies, der ergänzend die Arbeit der "Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie" vorstellte - einer, so Spies, überparteilichen Organisation, die sich auch den Kampf gegen Mobilfunknetze auf die Fahnen geschrieben habe. Petra Schöndorf vom Kirkeler Kinderschutzbund zog nach Ende der Veranstaltung ein Fazit. "Es war ein wenig zu wissenschaftlich, erst gegen Ende wurden die Kinder zum Hauptthema." thw