| 20:12 Uhr

Bildungszentrum
Ein Land voller Widersprüche

Insgesamt leben in Kenia über 40 verschiedene Volksgruppen, die mehr als 50 verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen.
Insgesamt leben in Kenia über 40 verschiedene Volksgruppen, die mehr als 50 verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen. FOTO: Herbert zick
Unterwegs mit Auto und Zelt: Das Biologen-Ehepaar Martina Bach und Herbert Zick berichtet am Montag, 19. März, um 19 Uhr im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel über seine Reisen nach Kenia.

Afrika: Keine andere Region der Erde ist so widersprüchlich wie der schwarze Kontinent. Es kann traumhaft schön und hässlich sein, lebensprall und selbstzerstörerisch, geheimnisvoll und banal, offenherzig und gefährlich, so die Beschreibung ausgewiesener Afrika-Kenner. Das Biologen-Ehepaar Martina Bach und Herbert Zick bereist seit vielen Jahren den Kontinent. Am Montag, 19. März, ab 19 Uhr berichtet das Paar im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel über seine Reisen nach Afrika. Wie immer, dürfen sich die Zuschauer auf einen spannenden Reisebericht freuen. Diesmal liegt das besondere Augenmerk des Abenteurer-Ehepaars auf dem ostafrikanischen Land Kenia, das sie mit einfacher Ausrüstung neu entdeckten – und zwar außerhalb der bekannten Nationalparks, das war  das Ziel der beiden.


Unter dem Motto „Afrika, ein vergessener Kontinent?“ bereist das Paar aus Erlangen seit vielen Jahren die Länder entlang des Großen Afrikanischen Grabenbruchs (Rift Valley). Diese geologische Formation, die über 6000 Kilomter lang ist und zu der auch das Tote Meer als tiefster Punkt gehört, bringt extreme Landschaften mit einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt hervor, an deren Spuren sich die beiden Biologen geheftet haben. Nicht zuletzt ist dort die Wiege der Menschheit zu finden.

Kenia grenzt im Nordwesten an den Südsudan, im Norden an Äthiopien, im Nordosten an Somalia, im Süden an Tansania, im Westen an Uganda und im Südosten an den Indischen Ozean. Die Einwohnerzahl wird auf rund 47 Millionen geschätzt. Die Hauptstadt und zugleich auch größte Stadt des Landes ist Nairobi, die zweite Millionenstadt ist Mombasa. Die Wirtschaft Kenias ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, die größte in Südost- und Zentralafrika. Insgesamt leben in Kenia mehr als 40 verschiedene Volksgruppen, die mehr als 50 verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen.



In Kirkel zeigen und erzählen Bach und Zick mit ausdrucksstarken Bildern, untermalt mit Musik, ihre Erlebnisse aus Kenia. Nicht auf einer typischen Safari, sondern mit einem einfachen Mietwagen und einem kleinen Zelt bereisten sie auf eigene Faust das Land. Sie bewegten sich meist außerhalb der bekannten Orte entlang der Seen des Großen Grabenbruchs. Sie erlebten eine großartige Natur und kamen auf diese Weise den Bewohnern und dem wirklichen Leben im heutigen Kenia näher. Sie verbrachten Zeit mit Kindern in einem Waisenhaus und erkundeten, wie die Massai heute wirklich leben.

Solche authentischen Erfahrungen und Berichte sind ein besonderes Merkmal der beliebten Vortragsreihe der Freunde des Abenteuermuseums.

Wegen der großen Nachfrage ist eine Anmeldung und Reservierung unter Tel. (0 68 49) 90 90 oder per E-Mail an: info.bzk@arbeitskammer.de notwendig. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Referenten sammeln freiwillige Spenden für ein soziales/karitatives Projekt, das sie unterstützen.

Diesen imposanten Anblick einer Elefantenherde kann man an vielen Orten in Afrika erleben, diese wurde im Amboseli Tierpark in Kenia fotografiert. 
Diesen imposanten Anblick einer Elefantenherde kann man an vielen Orten in Afrika erleben, diese wurde im Amboseli Tierpark in Kenia fotografiert.  FOTO: dpa / Rolf Ruppenthal
Die Bevölkerung Kenias wächst in rasantem Tempo. Das ostafrikanische Land gehört mit rund 47 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Länder der Erde.
Die Bevölkerung Kenias wächst in rasantem Tempo. Das ostafrikanische Land gehört mit rund 47 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Länder der Erde. FOTO: obs / Geo
Afrika, Kenia: Massaii.
Afrika, Kenia: Massaii. FOTO: Presse- & Bilderdienst / Rolf Ruppenthal
(jkn)