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Watzmann-Projekt
Zum letzten Mal geht’s wieder „auffi“

Auf seinen letzten Auftritt bereitet sich das Watzmann-Ensemble im Altheimer Sportheim vor.
Auf seinen letzten Auftritt bereitet sich das Watzmann-Ensemble im Altheimer Sportheim vor. FOTO: Wolfgang Degott
Homburg/Altheim. Die Truppe hat sich einen Lebenstraum erfüllt: „Der Watzmann ruft“ ist im Bürgerhaus Schuhfabrik am Samstag, 21. April letztmals zu sehen.

Am Samstag, 21. April, um 20 Uhr wird im Bürgerhaus Schuhfabrik von Waldfischbach zum letzten Mal der „Watzmann ruft“ zu sehen sein. Gesungen, gespielt und getanzt wird er von Menschen, die sich damit einen Lebenstraum erfüllen. Schon seit 1991, als Thomas Lambert, Klaus Schmitt, Dieter Schmitt und Volker Sandmeier im Sportzentrum Erbach dieses Musical von Wolfgang Ambros und Hubert von Goisern sahen, war der Funke übergesprungen. „Wir waren begeistert und kamen ins Schwärmen“, erinnert sich der Böckweiler Lambert. Damals reifte der Gedanke, das Stück selbst aufzuführen. Doch es dauerte 19 Jahre, bis nach einigen erfolglosen Anläufen und vielen Proben im Sportheim von Altheim endlich die Bühnenreife erreicht war, konnte er berichten.


Bis dahin wurden alljährlich Watzmann-Abende veranstaltet, man sah sich die Video-Aufführung bei Bergkäse, Schinken, Fladenbrot und Enzian an, die Spannung war hoch. Premiere feierte man im Festzelt beim Altheimer Sportfest, wobei Lambert und Klaus Schmitt die Organisation der Truppe ohne Namen übernahm, Thomas Blatt für das Musikalische und Laura Nomine für die tänzerischen Darbietungen verantwortlich waren. „Eyecatcher“ war das von Rudi Wolter gestaltete Bühnenbild. Es folgten Auftritte in der Blieskasteler Bliesgau-Festhalle (2010), der Zweibrücker Festhalle (2011), dem Homburger Saalbau und der Pirminiushalle in Hornbach, beides im vergangenen Jahr. Die Darsteller sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der sich im Kern durch ein gemeinsames Hobby kennengelernt hat: den Fußball.

Die nicht ganz ernst gemeinte Handlung des Musicals beschreibt das Schicksal eines Bergbauern, seines Sohnes, seiner Knechte und Mägde. Auf den Menschen lastet eine „unheimliche, nicht greifbare Furcht“ vor dem Berg. Der Berg lockt sie, ihn zu besteigen. Es ist fast so, „als ob er sie manchmal rufen würde“. Doch wer den Verlockungen erliegt, läuft Gefahr, sein Leben zu verlieren, denn „der Berg, der kennt koa Einsehn nit“. Auch der Sohn des Bauern, der „Bua“, vernimmt den Ruf des Berges. Zusätzlich trifft er die Gailtalerin, die ihm eindeutige Versprechungen macht für den Fall, dass er den Berg für sie bezwingen werde. Und so kommt es, dass der Sohn „auffi“ geht und dabei abstürzt. Das Stück endet damit, dass der Vater einen Monat nach dem Unfall die Stimme seines tödlich verunglückten Kindes hört, die ihn dazu bringt, ebenfalls den Watzmann zu besteigen.